Karl Marx und Franz von Assisi, zwei Protagonisten und Visionäre auf ihre je eigene Art standen im Mittelpunkt der Zwochauer Gespräche, die am 12. Oktober online stattfanden.

Um Karl Marx vorzustellen, schon etwas gewagt im Osten Deutschland, wo er für viele Menschen eine nach wie vor sehr umstrittene Persönlichkeit darstellt, haben wir mit Walter Baier, dem Vorsitzenden der Europäischen Linken, einen ausgewiesenen Experten gewinnen können. Es gelang ihm die Entwicklung der Marxschen Theorien in einem heutigen Kontext und in der Option für die derzeitigen Armen darzustellen. Stefan Federbusch, Provinzialvikar der Deutschen Franziskanerprovinz aus München, stellte den Heiligen aus Assisi weniger als Rebell und Visionär vor, sondern mehr als jemand, der aus einer tiefen persönlichen Gotteserfahrung, sich selbst zuerst verändert und andere dazu ermutigt hat und so zum Protagonisten einer Gesellschaft im Zeichen universaler Geschwisterlichkeit geworden ist. Die 42 Teilnehmer waren sehr angetan von den beiden Referenten und der Idee zwei solche Persönlichkeiten nebeneinander zu stellen und „ins Gespräch“ zu bringen.

Ein Beitrag von Gertraud Budig, Hermann Schweers und Willi Krug. Bilder: Porträts Franziskus und Marx: © Wikimedia; Referenten screenshot Willi Krug