Am Wochenende 11. bis 13. April 2026 fanden die Vertiefungstage für etwa 20 ältere Angehörige der Bewegung im Mariapoli-Zentrum Wien statt. Darin eingebettet war am Sonntag der Einkehrtag der Zonetta mit insgesamt 70 Teilnehmenden. 

Elisabeth Pohl berichtet:

„Wo finden wir den Auferstandenen heute?“ 

Das war das Thema dieses lichtvollen Einkehrtages. Mit Chiara Lubichs Aussage: „Das Charisma war ein Charisma des Lichtes – es hat mich sehen lassen.“ suchten wir mit persönlichen Erfahrungen nach lichtvollen Erlebnissen in unserem Leben. In einem wertvollen Impuls begleitete uns Matthias Writze auf dem Emmausgang. 

Am Nachmittag hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, aus verschiedenen Angeboten zu wählen. 

Synodale Gespräche zum Werk Mariens

Zwei Gruppen führten ein „Gespräch im Geist“: Im synodalen Stil wandten sie sich den Gedanken des Schlussdokuments der Generalversammlung zu. Die Fragestellungen dazu lauteten:

  • Wie können wir die Botschaft der Einheit an viele verschiedene Orte und in das Leben der Menschen bringen?
  • Wie möchten wir das Werk Mariens erneuern und weiter wachsen lassen?

Wertvolle Aspekte wurden angesprochen:

  • Freundschaft mit Gott leben
  • Zeugnis sein und geben durch die Beziehungen unter uns im konkreten Leben und durch Aktionen (Tauferneuerung, Einkehrtage, …)
  • das Charisma hat eine Ausstrahlung, die wir gemeinsam nutzen können
  • das Abschlussdokument der Generalversammlung und die Rede des Papstes vertiefen und sich zu eigen machen
  • die Perlen der Spiritualität (Leben der Farben, Werkzeuge) wieder neu in den Blick nehmen
  • Chiaras Aufforderung „Seid eine Familie“ folgen (niemanden alleine lassen, Beziehungen stärken)
  • in Freiheit handeln und Strukturen neu überdenken.

Weitere Gruppen

In einer Austauschgruppe wurde der gemeinsame Weg mit den Emmausjüngern fortgesetzt. Es gab vielfältige Erfahrungen zum Thema, die auch die Passage „Brannte uns nicht das Herz“ in den Mittelpunkt rückten. Dabei kam zum Ausdruck, dass die Begegnung mit dem Auferstandenen oft zuerst nur gefühlsmäßig wahrgenommen und erst in der Rückschau in ihrer vollen Dimension bewusst wird
Annemarie Baumgarten führte durch ihre Ausstellung „Der meditative Lichtweg“.

Ein besonders intensiver Moment ereignete sich beim Bibliolog „Die Erscheinung Jesu“ , als wir in die Rolle der „verschlossenen Tür“ schlüpften.

Eindrücke

Nach diesen intensiv gelebten Tagen meint eine Teilnehmerin: „Es zählt, gemeinsam unseren Weg im Glauben und in der Gewissheit weiterzugehen und wie die Emmausjünger vom Auferstandenen alle Tage und Nächte begleitet zu sein.“

Maria Z. beschreibt diese Tage so:
„Zur großen Freude mit vielen, mit denen wir uns seit Jahren verbunden wissen, ein paar Tage zu verbringen, waren es Tage des Lichtes und Tage mit Jesus in der Mitte. 

Durch die Vertiefung der Schriftstelle vom Emmauserlebnis haben wir nachgespürt, was wir im Alltag oft vergessen, dass Jesus immer mit uns ist, unsere Hoffnung stärkt, die Hoffnung, dass alles in unserem Leben Sinn hat, so wie der Tod Jesu uns die Erlösung gebracht hat. Jesus geht mit uns, wir spüren ihn in unseren Herzen, können ihn in der Eucharistie „erkennen“ und dann hinausgehen zu unseren Schwestern und Brüdern und ihnen davon „berichten“. Erfüllt mit innerer Freude und optimistischem Blick auf unsere Welt fuhren wir nach Hause. Gestärkt mit dem Wissen, dass nach Schmerz und Tod die Auferstehung unsere Hoffnung ist.“

Ein Beitrag von Elisabeth Pohl. Die Fotos sind von Karl Bierbamer.