Wie oft fühlen wir uns ohnmächtig angesichts der drängenden Probleme unserer Zeit. Gerti Kilgert zeigt uns in ihrem Beitrag auf eindrückliche Weise, wie einfach es sein kann, anderen Menschen eine echte Hilfe zu sein.

Gerti schreibt:

Am vergangenen Sonntag, 4.1.2026, lud ich unsere Flüchtlingsfamilie aus Syrien zu uns nach Hause ein, um Weihnachten zu feiern, aber auch den Geburtstag der Mutter. Es war ein harmonischer Nachmittag mit Kinderpunsch, Plätzchen, Obstsalat, ein wenig weihnachtliche Musik …. Dann „besichtigten“ wir unsere Haus-Krippe. Mutter und Kinder waren erstaunt über Josef (Jusuf auf arabisch) und fragten, ob nach unserem Glauben Josef der Vater von Jesus ist. Ich versuchte zu erklären, dass er die Heilige Familie beschützt hat, aber nicht er der leibliche Vater von Jesus ist, sondern der himmlische Vater. Das leuchtete ihnen ein. So konnte ich ein wenig Klarheit schaffen, von meinem Glauben erzählen, die Hirten, Schafe, die heiligen Weisen aus dem Morgenland … womöglich kam ja einer aus Syrien? Unsere Beziehung wurde wieder gestärkt und aufgefrischt. Dann konnte ich der Familie noch Salat und Obst aus einer Lebensmittel-Rettung schenken. Ich bin nämlich neuerdings auch als FoodSaverin in Ausbildung. So kann ich Lebensmittel an Leute weitergeben, die den Weg zur Tafel nicht schaffen oder sich schämen, dorthin zu gehen.

Euch allen ein gesegnetes 2026!

Gerti

Beitrag und Foto von Gerti Kilgert.