Auszüge aus der Ansprache des Papstes bei der Audienz am 7. Dezember 2023 und welche Bedeutung Margaret Karram darin für die Bewegung sieht.

Bei der Konferenzschaltung (Anm. d. Red: vom Dezember 2023) teilte Margaret Karram erste Schlussfolgerungen, die sie für die Bewegung aus den Worten von Papst Franziskus für die Bewegung und das Charisma der Einheit heute sieht.

Papst Franziskus: „Ich lade euch ein, dazu beizutragen, dass sich der Traum von einer durch und durch synodalen und missionarischen Kirche immer mehr verwirklicht. Beginnt dabei in euren Gemeinschaften, indem ihr einen Stil der Mitwirkung und Mitverantwortung fördert, und ein Klima, in dem man einander respektiert und füreinander sorgt, mit besonderem Augenmerk auf die Schwächeren und diejenigen, die am meisten Unterstützung brauchen.“

Margaret Karram: „Der erste Punkt ist die kirchliche Reife. Der Papst betonte, wie wichtig es ist, neue synodale Formen der Mitwirkung und Mitverantwortung zu finden.

Für uns ist es wichtig, mit der Kirche diesen synodalen Weg zu gehen. Daher scheint es mir, dass diese kirchliche Reife von uns als Bewegung auch neue Schritte verlangt.“


Papst Franziskus: Verbreitet bitte die Einheit und bringt das Evangelium. Verliert dabei niemals das Werk der Menschwerdung aus den Augen, die Gott durch seinen Geist immer neu wirken möchte, in uns und um uns herum, damit Jesus für ausnahmslos alle zur guten Nachricht wird und damit alle eins seien (vgl. Johannes 17,21). (…) Nach zwei Jahrtausenden Christentum bleibt die Sehnsucht nach Einheit faktisch in vielen Teilen der Welt nichts als ein herzzerreißender Schrei nach einer Antwort. 

Margaret Karram: „Das Zweite ist die Treue zum Charisma. Mit Blick auf die 80 Jahre der Bewegung unterstrich der Papst nachdrücklich das Grundlegendste und Wichtigste für uns: zum Evangelium zurückzukehren. Für mich, für uns alle bedeutet das meines Erachtens eine Rückkehr zum Evangelium, es also konsequent und ohne Abstriche zu leben. Denn genau das ist es, was die Welt heute braucht. 

Der Papst hat uns auch an einen Satz von Chiara erinnert: „Hinterlasse denen, die dir folgen, nur das Evangelium.“ Das war für mich auch ein starker Aufruf, auch für die Zeit nach der Pilgerreise. 1943 war Chiara allein. Sie hat Gott gewählt und ihm ihr Leben geweiht, um Gott und der leidenden Menschheit ihr Leben zu widmen. Heute möchte Gott von uns ein neues „Ja“, indem wir konsequent das Evangelium leben.“


Papst Franziskus: Leider ist die Welt auch heute noch von vielen Konflikten erschüttert und braucht weiterhin Fachleute der Geschwisterlichkeit und des Friedens unter den Menschen und den Nationen. (…)

Die Gefahr der geistigen Verweltlichung ist permanent gegeben, deshalb solltet auch ihr mit Entschlossenheit, Konsequenz und Realismus darauf reagieren.“

Margaret Karram: „Als Drittes hat er uns ausdrücklich ans Herz gelegt – uns praktisch diese Aufgabe übertragen –, für den Frieden zu leben, uns für den Frieden einzusetzen. Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich das in mir spüre. Ich empfand diesen Aufruf des Papstes an uns als Bewegung wirklich als einen Auftrag in diesem so düsteren Moment für die Menschheit aufgrund von all dem, was passiert. Fragen wir uns deshalb, wie wir für den Frieden leben können und welche Strategien, welche Wege wir finden können, um immer mehr Wege des Friedens zu finden, um Frieden zu verbreiten.“