Bei der Zonenversammlung der Freiwilligen Frauen und Männer ging es auch um Wahlen, aber im Mittelpunkt standen sie nicht.

Ganz klar, die Wahlen für die beiden Zentralversammlungen der Freiwilligen Frauen und Männer (vom 29. Mai bis 2. Juni) in Rom gab es auch! Im Mittelpunkt standen die bei den gemeinsamen Zonenversammlungen der Freiwilligen Frauen und Männer am 24. Januar aber nicht. Worum es vor allem ging.

Viele Mails, einiges an Hirnschmalz, großer Einsatz vor Ort und das Bewusstsein: Es geht uns vor allem darum, mit Jesus in der Mitte zu überlegen, was unsere Zweige der Freiwilligen Frauen und Männer in der D-A-CH-Zone brauchen, wie sie vorangehen und welchen Beitrag sie zum D-A-CH-Leben geben können. – Das die Überlegungen im Vorfeld.

Von vornherein war klar, dass Frauen und Männer mit Ausnahme der Wahlen ihre Zonenversammlungen gemeinsam halten wollten. Und genauso klar war, dass die Freiwilligen wie die Fokolare einen Einkehrtag daraus machen wollten. Damit das in der Fülle der notwendigen Formalitäten am 24. Januar nicht auf der Strecke blieb, gab es schon im Vorfeld zwei Zonenversammlungs-Abende per Zoom, der erste mit einer spirituellen Vorbereitung darauf, was für die Generalversammlung wichtig ist – das Evangelium leben –, der zweite (getrennt nach Männern und Frauen) zur Vorbereitung der Wahl und Vorstellung der Kandidierenden, die als Wahlleute im Mai zur Zentralversammlung der Freiwilligen nach Rom fahren könnten. Dank einer akribisch-liebevollen Vorbereitung durch die Wahlkommission der Frauen waren am Ende auch diejenigen, die mit Technik eher auf Kriegsfuß stehen, sicher, die Online-Wahl gemeinsam bewältigen zu können.

Dann der große Tag. Die Technik hatte schon bei den beiden Zoom-Abenden Wunder gewirkt, und auch am 24. Januar leistete sie wieder Großartiges, denn aus verschiedenen Gründen – Entfernung, Alter, Wetter – war nicht allen die Teilnahme an einem der etwa zwölf Präsenztreffen möglich. Aber per Zoom konnten alle dabei sein. Zum Teil hatten sie sich zu mehreren in einem Fokolar oder einem unserer Zentren oder auch bei jemandem zuhause oder in einem Altenheim versammelt, dabei mit großem Engagement über zig Kilometer Entfernung möglichst viele zu diesen dezentralen Treffen zuhause abgeholt und am Abend wieder nach Hause gebracht, sogar in einem Altenheim-Zimmer kurzfristig noch WLAN installiert.

Begrüßung durch die beiden Verantwortlichen Annette Bühs und Martin Kohler, eine Betrachtung darüber, sich von Jesus in der Mitte führen zu lassen, dann eine ausführliche Arbeitseinheit, das waren die Bestandteile des Programms vor der Wahl. Seit Herbst 2025 hatten die Kernkreise gemeldet, über welche Themen sie gerne mal sprechen würden, woraus Maria Zangl und Rudolf Loy exzellente Arbeitsblätter entwickelt hatten. Es ging um Jung und Alt, Mitverantwortung in der Familie der Einheit, Öffnung der Kernkreise, die Einheit in den Kernkreisen, Ökumenische Weite und Mut zu Veränderungen. Da rauchten die Köpfe und aus vielen Gruppen kam anschließend die Rückmeldung, dass die vorgeschlagene synodale Gesprächsmethode eine große Hilfe war. Ein lebendiger Austausch via Zoom bot erste Einblicke in die Ergebnisse einiger Gruppen; ganz viele Rückmeldungen kamen im Anschluss an den Tag per Mail bei der Vorbereitungskommission an, die jetzt ein Protokoll daraus verfasst. Der Plan: Jede und jeder Freiwillige bekommt dieses Protokoll, eine Kurzfassung geht an die beiden Zentren nach Rom für die Zentralversammlung.

Als besondere Wertschätzung haben die Freiwilligen erlebt, dass Juan – Verantwortlicher des Männerzweiges weltweit – am Nachmittag für ein kurzes Grußwort zugeschaltet war und auch Uschi Schmitt und Roberto Rossi aus Aachen einen Gruß schickten.

Und dann waren da – bei den Frauen – auch noch die Wahlen. Sie wurden mit starken Nerven und großer Geduld begleitet von Heidi Schrank aus der Wahlkommission, sodass nach reichlich einer Stunde das Ergebnis feststand.

Die Freiwilligen Männer hatten sich für die Briefwahl entschieden. Das Ergebnis ihrer Wahl ist hier zu finden.

Ein Beitrag von Tina Rudert; Fotos: Manuela Link; Peter Lennartz; privat