
P. Wolfram Fehn (7.3.1932 – 20.8.2025)
Geboren in Aschaffenburg (Unterfranken) traf Reinhold Fehn anlässlich einer Diözesanwallfahrt nach Münsterschwarzach 1946 der Ruf, in die Gemeinschaft der Benediktiner einzutreten. Dort erhielt er den Klosternamen Wolfram. Nach dem Studium in St. Ottilien und Würzburg wurde er 1957 zum Priester geweiht. Schon bald zog es ihn in die Mission.
Von 1960 bis 1966 wirkte er in Tansania. Nach diesen segensreichen Jahren musste er zu seinem großen Bedauern wegen Krankheit in die Heimat zurückkehren. In Münsterschwarzach betreute er vier Jahre die Novizen des Ordens. Für diese Aufgabe suchte er nach einer geeigneten Spiritualität. Beim europäischen Priestertreffen 1968 in Rocca di Papa lernte er die Fokolar-Bewegung kennen und schätzen. Er sagt dazu: „Da wurde mir die Beziehung zu Gott und zu den Menschen erst so richtig lebendig.“
Anschließend folgten 28 Jahre als Pfarrer von Stadtschwarzach. Bei seiner Verabschiedung schrieb die Zeitung: „Er war einer von uns.“ Er versuchte vor allem den Geist des 2. Vatikanischen Konzils in der Gemeinde zu verbreiten.
P. Wolfram nahm in dieser Zeit an vielen Treffen der Fokolar-Bewegung teil: Mariapolis, Weihnachtstreffen in Fiecht und Ottmaring, Begegnungen der Ordensmänner in Ottmaring und auch an einigen Treffen von „Miteinander für Europa.“ Er pflegte einen lebendigen Kontakt zu den Ordensmännern in der Bewegung, besonders mit einem Mitbruder im gleichen Haus. Er schreibt in einem Brief: „Die Verlebendigung des Glaubens, die ich dabei erfahren durfte, hat mich froh und glücklich gemacht; diese ‚Neuentdeckung‘ konnte ich dann auch vielen Menschen, vor allem in meiner Pfarrei, weitergeben.“
Während und nach seinem Dienst in der Pfarrei war P. Wolfram Fehn auch 21 Jahre als Altenseelsorger tätig: im Dekanat und bei seinen Mitbrüdern im Kloster. Seine warmherzige Zuwendung zu den Menschen blieb ihm bis ins hohe Alter erhalten. Davon mag noch ein Zitat aus seiner Pastoral Zeugnis geben: „Man muss das Leben lieben, um es zu leben – und das Leben leben, um es zu lieben.“
Nach längerer Krankheit ist P. Wolfram Fehn in die Mariapoli im Himmel heimgegangen.
Zusammengestellt von Gabi Ballweg; Foto: privat