
Georg Pfister (13.3.1938 – 20.1.2026)
Georg Pfister ist ein Schweizer Priester-Freiwilliger.
Er war aufgewachsen in einem ländlichen, sehr sozialen und religiös-kirchlich geprägten Umfeld im Kanton Luzern.
Seine Familie und gute Erfahrungen mit Seelsorgern haben ihn bewogen, Priester zu werden. Dasselbe Umfeld hat auch eine seiner älteren Schwestern geprägt, die seit Jahrzehnten in einem Benediktinerinnenkloster lebt.
Vor seiner Priesterweihe 1965 in Solothurn konnte Georg während des zweiten Vatikanischen Konzils zwei Semester Theologie in Rom studieren. Der frische Wind und die Aufbruchstimmung dieses katholischen Groß-ereignisses mit seinen ermutigenden Öffnungen zu den anderen Konfessionen und Religionen haben Georg für immer geprägt.
Das hat ihm auch den Weg geöffnet in die Fokolar-Bewegung. Sie wurde zu seiner neuen Heimat. In ihr konnte er leben und wirken und atmen.
Das Leben im Kernkreis mit den anderen Priestern, die Treffen, die Mariapolis, die Priesterschule waren für ihn echte Lebensquellen.
„Ich glaube an die verändernde Kraft der Liebe“ – das war ein Schlüsselsatz in seinem Leben und seiner Seelsorge an den verschiedenen Orten. Menschen aller Generationen spürten seine Liebe, seine Weite, seine Barmherzigkeit. Ich selbst durfte das in einer zehnjährigen wunderbaren Zusammenarbeit mit ihm beobachten.
Georg konnte hart arbeiten. Er konnte das Leben aber auch genießen. Ich durfte viele Reisen und Ferien mit ihm erleben.
Die verändernde Kraft der Liebe hat Georg auch geholfen, die letzten vierzehn Jahre seines Lebens mit den Folgen einer Hirnthrombose – Lähmung der rechten Seite und Sprachstörungen – zu leben. Er hat sich nie zurückgezogen. Noch im Pflegeheim war er bei allen beliebt, weil er allen nahe blieb und Kontakte pflegte trotz seiner Beeinträchtigungen.
Bis zuletzt ist er Seelsorger geblieben – unter veränderten Bedingungen: „Ich glaube an die verändernde Kraft der Liebe.“
Zusammengestellt von Franz Xaver Amrein; Foto: privat