
Beate Pucher (16.6.1940 – 12.2.2026)
Als Kind floh sie mit ihrer Familie aus Schlesien nach Bayern und kam von dort nach West-Berlin, wo sie aufgewachsen ist. Hier hat sie ihren Mann Rudolf, auch er verheirateter Fokolar, kennengelernt. Sie haben sich zuerst in Göttingen, später bei Hannover niedergelassen. Zwischen 1966 und 1982 vergrößerte sich ihre Familie durch die Geburt von fünf Kindern.
Die Fokolar-Bewegung haben sie Anfang der 1970er-Jahre in enger Freundschaft mit dem Ehepaar Knoche und durch Pfarrer Ewald Gnatzy kennengelernt. Im Fokolar Hannover hat Beate die Anfänge im Norden Deutschlands miterlebt, sich zunächst lange bei den Neuen Familien und später bei der Pfarrbewegung engagiert. Sie hat Menschen mit dem Ideal in Kontakt gebracht, und viele konnten ihre ganz konkrete (auch finanzielle) Unterstützung sowie eine oft lebenslange Begleitung ihres persönlichen Weges erfahren. Dabei machte sie keinerlei Unterschiede, ging auf einen Obdachlosen genauso zu wie auf jemanden aus der Pfarrgemeinde.
Beate war Apothekerin und hatte eine starke Liebe für Hildegard von Bingen und ihre Heilkunde. Auch im Biodanza drückte sie ihre Freude an Bewegung und Begegnung aus. Beate hat all das mit großer Überzeugung gelebt, ihre Kenntnisse anderen zur Verfügung gestellt und ihre Liebe so konkret werden lassen. Sie hatte eine besondere Liebe zur Natur, arbeitete sehr gerne im Garten, ging oft in den Wald, sammelte Wildkräuter und freute sich an der Schöpfung. Bis zuletzt waren Spaziergänge für sie eine große Freude.
Beate war ein unglaublich dankbarer und positiver Mensch, hat sehr einfach und nachhaltig gelebt, war an vielem interessiert und eine wertvolle Gesprächspartnerin. Sie glaubte fest an die Liebe Gottes, auch in all den Herausforderungen ihres Lebens. Nach einer überstandenen Krise kam immer ein tiefer und aufrichtiger Dank an Gott – und weiter ging es. Einer ihrer Lieblingssätze war: „Die Andersartigkeit des anderen anbeten“.
Sehr viele Erinnerungen an sie in der Fokolar-Bewegung sind geprägt von großer Dankbarkeit für konkrete und großzügige Hilfen, mit großem Einsatz an Zeit und sehr viel Herzlichkeit.
Zusammengestellt vom Fokolar Bremerhaven; Foto: privat