Eine Begegnung der Gemeinschaft vor Ort nahe Dresden mit anderen Ortsansässigen – Kaffee, Spiele, Lieder und jede Menge Beziehungen.

Ende April trafen sich einige der Gemeinschaft vor Ort in und um Dresden im Rahmen eines Workshop-Nachmittags. Sie wollten überlegen, wie Begegnung ermöglicht und gestaltet werden kann, gerade im Hinblick auf den kleiner und älter werdenden Kreis. Eine Idee war, die vorhandenen Aktivitäten zu nutzen…

Petra und ihr Mann wohnen in Polenz, etwa 30 km von Dresden entfern. Sie sind Mitinitiatoren eines Vereins, der die erst Ende 2025 entwidmete evangelische Kapelle des Dorfes als Begegnungstreff wiederbeleben möchte. Sie verstehen das als Beitrag, ihre Hoffnung, Liebe und auch ihren Glauben in ihre weitestgehend nicht christliche Umgebung einzubringen. Beide Konfessionen haben im Dorf noch ca. 6% Mitglieder, zumindest auf dem Papier. Seit März suchen sie Mitstreiterinnen und Mitstreiter und Ideen, um den jeweils 3. Sonntag im Monat in der ehemaligen Kapelle mit Kaffeetafel, Gespräch und weiterem Angebot zu gestalten. 

21. Juni – Sonnenwende! Die Schwägerin wurde gewonnen, mit Gitarre und einer guten Stimme mit den Gästen Volkslieder zu singen. Eingeladen waren neben den Vereinsmitgliedern auch Nachbarn, Dorfbewohner, Wanderer … also warum nicht auch die Einladung an die Fokolargemeinschaft vor Ort weitergeben?

„Sechse kommen durch die ganze Welt!“ – auch bis Polenz. Das gemeinsame Singen mit den Sangesfreudigen des Dorfes hat viel Freude gemacht. Im Tischgespräch kam man auf das Leben des Augenblickes zu sprechen, angeregt durch einen tödlichen Unfall, ohne fromme Worte. 

Die beiden betagten Fokolarinnen wollten nicht mit dem Pkw von Dresden nach Polenz fahren. David, ein Freund aus Dresden, hat selbst kein Auto. Die Lösung: David lenkte den Wagen des Fokolars, der Abholdienst vom Bahnhof war nicht mehr nötig.

Der Nachmittag war eine schöne Möglichkeit, das Leben der anderen besser kennenzulernen, weil man die konkrete Situation zusammen erlebte. Monika fasste es so zusammen: Es war ein sehr schöner Nachmittag, den wir gemeinsam „im gegenwärtigen Augenblick“ singend und im Austausch bei euch verbracht haben.

Beitrag und Fotos von Petra Pietzonka.