Starkmacher Impact GmbH (SMI) ist ein gemeinwohlorientiertes Unternehmen aus Mannheim, das sich der Förderung ganzheitlicher Entwicklung und Eigenverantwortung im Globalen Süden verschrieben hat. Es präsentiert mit SMIRF (Starkmacher Impact Revolving Fund) ein innovatives Finanzierungsmodell, das traditionelle Entwicklungszusammenarbeit neu definiert: Statt milder Gaben setzt SMIRF auf die Finanzierung nachhaltiger Projekte im Globalen Süden. Deren Gewinne werden direkt in Folgeprojekte reinvestiert. Ein Kreislauf, der wirtschaftliche und ökologische Entwicklung gezielt fördert und Eigenverantwortung stärkt.

Die Vision hinter SMIRF: Nachhaltigkeit durch Eigenverantwortung

Starkmacher Impact GmbH (SMI), ein gemeinwohlorientiertes Unternehmen aus Mannheim, das sich der Förderung ganzheitlicher Entwicklung und Eigenverantwortung im Globalen Süden verschrieben hat, präsentiert mit SMIRF (Starkmacher Impact Revolving Fund) ein innovatives Finanzierungsmodell, das traditionelle Entwicklungszusammenarbeit neu definiert: Statt milder Gaben setzt SMIRF auf die Finanzierung nachhaltiger Projekte im Globalen Süden, deren Gewinne direkt in Folgeprojekte reinvestiert werden. Ein Kreislauf, der wirtschaftliche und ökologische Entwicklung gezielt fördert und Eigenverantwortung stärkt.

Mathias Kaps (links im Bild), Gründer und Geschäftsführer der Starkmacher Impact GmbH (SMI), treibt seit Jahren eine Vision an: Er will „Stärken stärken“ und globale Zusammenhänge, nachhaltige Entwicklung sowie interkulturelles Lernen in den Fokus rücken. „Nur gemeinsam und gegenseitig kann man sich stark machen“, so Mathias. SMIRF ist die logische Weiterentwicklung dieses Ansatzes und verkörpert die Idee einer partnerschaftlichen Finanzierung.

Das Modell, auch als Impact³-Modell bekannt, steht im Einklang mit den jüngsten Forderungen der katholischen Bischofskonferenzen Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und der Karibik. Diese rufen in ihrem aktuellen Dokument zur COP30, „A Call for Climate Justice and the Common Home“ (Juni 2025), zu einem tiefgreifenden Wandel abseits von „grünem Kapitalismus“ und einer Transformation hin zu Solidarität und Kreislaufwirtschaft auf.

Von der Jugendarbeit zum Sozialunternehmen

Mathias war ursprünglich Lehrer, doch seine eigentliche Berufung fand er in der außerschulischen Arbeit mit Jugendlichen. Seit 2006 begleitet er junge Menschen als Coach, Projektentwickler und Netzwerker – unter anderem im von ihm mitgegründeten Starkmacher e.V.. Dieser Verein hat viele Jahre lang Bildungs- und Jugendprojekte (u.a. Stark ohne Gewalt mit GenRosso) ins Leben gerufen, um Jugendliche in Übergangsphasen zu stärken und zum Mitgestalten zu ermutigen. Aus dieser Arbeit entstand ein neuer Impuls: nicht nur begleiten, sondern auch konkrete Strukturen schaffen, die Menschen und Gemeinschaften im Globalen Süden echte Perspektiven bieten. So gründete Mathias 2019 die Starkmacher Impact GmbH, ein eigenständiges Sozialunternehmen, das innovative Finanzierungsmodelle entwickelt und in soziale und ökologische Projekte investiert. Mathias ist Fokolar und gehört zum Zonenzentrum in Wien. Dort bringt er seine Erfahrungen und sein Engagement für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Jugendpartizipation in die internationale Arbeit ein.

Wie SMIRF funktioniert: Ein Kreislauf der Wirkung

SMIRF investiert in sozial-ökologische Projekte im Globalen Süden. Ein einfaches Beispiel: Der Fonds finanziert die Solaranlage einer ständigen Mariapoli in Brasilien. Die dadurch reduzierten Stromkosten werden nicht zur Rückzahlung eines Kredites verwendet, sondern in das nächste lokale Projekt reinvestiert. So entsteht ein sich selbst tragender Kreislauf, der lokale Gemeinschaften befähigt, ihre eigene Entwicklung voranzutreiben.

Das Impact³-Modell basiert auf den folgenden Kernprinzipien:

  • Fairer Finanzierungsansatz: Investoren – ob privat, unternehmerisch oder kirchlich – unterstützen Projekte durch Spenden oder zinslose Darlehen.
  • Lokal verankert: Nach Rückzahlung verbleibt die Infrastruktur im Besitz der lokalen Partner. Die Mittel werden durch lokale Gruppen verwaltet.
  • Dreifacher Nutzen: Jedes Projekt muss einen messbaren ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Wert schaffen.
  • Effizienz statt Überkonsum: Projekte senken Kosten und Ressourcenverbrauch, und die Einsparungen oder Einnahmen werden für neue Projekte genutzt.
  • Empowerment: Das Modell stärkt die Autonomie und lokale Verantwortung der Projektpartner im Globalen Süden.

Aus diesem Modell ist ein internationales Netzwerk entstanden, mit rechtlich eigenständigen gemeinützigen Vereinen in verschiedenen Regionen. Diese agieren eigenverantwortlich, aber vernetzt. Sie setzen das SMIRF-Prinzip in ihren Kontexten um, unterstützt von einem globalen Team und Partnern weltweit.

SMIRF Pilotprojekt mit der Fokolar-Bewegung in Brasilien

In den vergangenen Jahren hat SMI die Anzahl und geografische Reichweite seiner Projekte im Globalen Süden erheblich ausgebaut. Ein wichtiger Partner ist das Erzbistum Köln – Abteilung Weltkirche, das aktiv nach professionellen und innovativen Finanzierungsmodellen jenseits traditioneller Spenden sucht.

Im April 2025 besuchten Nadim Ammann (Leiter der Weltkirche im Erzbistum Köln; 2.v.r.) und Christoph Huber (Fachreferent Weltkirche, ganz rechts im Bild) die Mariápolis Ginetta in Brasilien, um geförderte Projekte zu besichtigen.

Das Pilotprojekt und ihre Eindrücke wurden in ihrem Reisetagebuch und in einer Video-Botschaft von Ammann festgehalten.

Mathias in Loppiano

Am 23. Mai 2025 stellte Mathias den Starkmacher Impact Revolving Fund (SMIRF) im Rahmen einer akademischen Konferenz in Loppiano über „integrale menschliche Entwicklung“ vor. SMIRF fand große Beachtung durch seine konkrete Anwendung in verschiedenen Ländern. SMIRF lädt uns ein, nicht nur die Finanzierung, sondern auch unser Verständnis von Entwicklung neu zu denken – im Geist der geteilten Verantwortung und des Gemeinwohls“, betonte Mathias in seinem Vortrag. 

Zukünftige Ausrichtung und Engagement

„Die Zusammenarbeit mit dem Erzbistum Köln hat uns gezeigt, wie groß das Interesse an nachhaltigen und eigenverantwortlichen Finanzierungsmodellen ist“, so Mathias. 

Ein besonders vielversprechender „Pull-Effekt“ zeigt sich darin, dass Diözesen im Globalen Süden, die erfolgreich mit SMI zusammengearbeitet haben, das Modell nun proaktiv in anderen Regionen fördern. Dieser Wandel von passiven Spendenempfängern zu aktiven Mitgestaltern und lokalen Investoren ist ein Kernziel von SMIRF.

SMI arbeitet daran, seine Finanzierungsbasis weiter auszuweiten, indem es Kontakte zu internationalen, glaubensbasierten Organisationen und Impact Investoren knüpft und seine Sichtbarkeit im außereuropäischen Philanthropie-Ökosystem erhöht. Zudem werden Partnerschaften mit Unternehmen im Rahmen ihrer sozialer Verantwortung (CSR) ausgebaut.

Das SMIRF-Modell hat breite Anerkennung von kirchlichen Akteuren, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft erhalten. Zahlreiche erfolgreiche Projekte belegen die Wirksamkeit des Ansatzes. Weitere Informationen zu SMIRF und den Projekten findet ihr auf der Webseite von Starkmacher:

Bei weiteren Fragen steht Mathias (m.kaps@starkmacherimpact.co) gerne zur Verfügung.

Ein Beitrag von Mathias Kaps und der Redaktion mariapoli.net. Fotos: Starkmacher Impact.