53 Frauen aus sechs Nationen – ein Tag voller Begegnung, neuer Gedanken und gemeinsamer Freude. Ein Frauen-Einkehrtag der Zonette Köln in Solingen.
Am Samstag, den 10. Oktober 2026, wurde das Zentrum Frieden in Solingen zu einem Ort lebendiger Begegnung. Wir kamen zusammen, um uns mit einer Frage zu beschäftigen, die uns alle angeht: Wie können wir einander zu Nächsten werden? Und was bedeutet Nähe – zu uns selbst und zu anderen?
Es war ein Tag, der viele Facetten hatte: Momente der inneren Ruhe und tiefen Stille, Gedanken aus dem kürzlich erschienenen Buch von Margaret Karram, die wir im Herzen bewegen konnten, und eine Einführung von Cathleen Aretz in das Thema Intersektionalität – die Frage, wie unterschiedliche Lebensrealitäten und Erfahrungen ineinandergreifen.
Auch Konflikt und Einheit kamen auf spielerische und interaktive Weise in den Blick: angeregt durch einen Vortrag Studie von Catherine Belzung. Dabei wurde deutlich, wie spannend und bereichernd es sein kann, unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen.
Was den Tag besonders prägte, war jedoch nicht nur das Programm. Es waren die Offenheit, die Leichtigkeit, die Freude und die Tiefe, mit denen wir einander begegneten. Neue Gedanken entstanden, Gespräche wurden möglich, und aus 53 einzelnen Teilnehmerinnen wurde eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig beschenkte.
Zum Abschluss brachten wir unsere Dankbarkeit in einem gemeinsamen Gebetsmoment vor Gott. So klang ein Tag aus, an dem Nähe nicht nur Thema war, sondern erlebbar wurde.
Vielleicht ist genau das die schönste Erinnerung an diesen Tag: Wir müssen einander nicht in allem gleichen, um uns nahe zu sein. Wir können füreinander zum Geschenk werden – in aller Verschiedenheit.













Ein Beitrag von Illes Hertwich und Melanie Vos. Die Fotos machte Gisela Müller.