Marianne Offermann (18.12.1927 – 27.7.2024)
Marianne kam mit einer Zwillingsschwester in Mülheim Styrum (Zonette Köln) zur Welt. Nach bewegter Kindheit und Schulzeit arbeitete sie als Steuerfachangestellte, bis sie Heinz kennen- und lieben lernte. Sie heirateten in der Kirche, in der Marianne auch getauft worden war. Mit zehn Kindern war ihre Ehe reich gesegnet. Das Glück ihrer Familie war Mariannes größtes Anliegen. Bei Schwierigkeiten, die es in einer so großen Familie gab, hat sie trotzdem die Probleme anderer gesehen und ihnen Mut gemacht.
Vor etwa 50 Jahren nahmen zwei ihrer Töchter an einem Sommertreffen der Fokolar-Bewegung teil. Durch die Begeisterung ihrer Töchter neugierig geworden, waren Marianne und Heinz ein Jahr später auch auf einer Mariapoli. Kraft und Hilfe fanden Marianne und Heinz nun im Ideal der Einheit. In einem neu gegründeten Familienkreis, trafen sie sich über viele Jahre und erlebten mit den anderen Freude, Liebe, Hilfe und Weggemeinschaft!
Der Tod von Heinz veränderte Mariannes Leben. In dieser Zeit entdeckte sie auch die Berufung zur Freiwilligen und ist diesen Weg in Treue bis zum Ende ihres Lebens gegangen. Sie hatte die Hände bei der Arbeit, aber das Herz im Himmel. Bei all ihren persönlichen Belastungen zeigte Marianne große Stärke durch ihr unerschütterliches Gottvertrauen. Ihr ausgeprägter Sinn für Schönheit zeigte sich im Haus und in ihrem Garten und trug so auch zu unserem Wohlbefinden bei, wenn wir uns viele Jahre bei ihr im Kernkreis trafen.
Später zog Marianne, altersbedingt, in eine kleine Wohnung im Seniorenstift Kloster Emmaus in Essen. Dort trafen wir uns weiter mit und bei ihr zum Kemkreis. Wegen einer Demenz musste Marianne dann noch einmal umziehen. In einer betreuten Wohngruppe in Gronau/Epe lebte sie danach in der Nähe ihrer Tochter.
Bis ins hobe Alter hat sie sich trotz der Demenz ihren trockenen Humor bewahrt und damit in so manch angespannten Lebenssituationen wieder Entspannung und Freude bereitet!
Nach einem erfüllten, langen Leben ist sie friedlich in die Himmlische Mariapoli gegangen. Wir behalten Marianne in unseren Herzen und sind mit ihr verbunden.
Ein Beitrag von ihrem Kernkreis Essen; bearbeitet von Gabi Ballweg; Foto: privat