
Therese Ackermann (1.5.1941 – 21.1.2026)
Therese wurde in Olten (Solothurn) als achtes von neun Kindern geboren und wuchs in der Großfamilie, zu der auch der Großvater und eine Tante gehörten, auf. Nach der Schule erlernte sie den Beruf der Damenschneiderin. Es folgten Weiterbildungen und der Eintritt ins Arbeitslehrerinnen-Seminar. Sie unterrichtete dann in Olten, später als Fachlehrerin am Arbeitslehrerinnen-Seminar in Solothurn; in den letzten sechs Berufsjahren übernahm sie das Amt als Rektorin. Parallel war sie als Inspektorin, Mitglied der Lehrplankommission und in der Lehrerfort- und -weiterbildung tätig.
1977 wurde Therese in den Bürgerrat von Wolfwil gewählt; acht Jahre als Präsidentin. Auch in der Pfarrei engagierte sie sich.
Von Klein auf wuchs in ihr eine persönliche Beziehung zu Gott. Bei der Gründung der „Bewegung katholische Arbeiterjugend“ war sie mit Begeisterung dabei, ebenso an Treffen des Vereins Katholischer Lehrerinnen. 1973 lernte sie die Fokolar-Bewegung kennen. Dort fand sie geistliche Nahrung und Familie und lernte, die Worte des Evangeliums in Leben umzusetzen. Sie fand ihren Platz bei den Freiwilligen. 1987 erhielt sie von Chiara Lubich ein persönliches Wort aus der Bibel: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“ (Johannes 3,30). Die Spiritualität der Einheit hat sie begleitet und ihr Leben bereichert, erfüllt. Dafür war sie von Herzen dankbar.
Auch in uns ist große Dankbarkeit, für alles, was Therese mit aufgebaut hat wie im Engagement für den Kleinbetrieb „Pasta Baar“, im Regionalteam in Bern, mit ihren handwerklichen und organisatorischen Kompetenzen und den schier unbegrenzten Zeitressourcen, die sie zur Verfügung stellte. Wir danken für ihre Freundschaft, Großzügigkeit, Kreativität, ihr Herz (es schlug für die ganz Welt wie für die Menschen neben ihr), ihre konkrete Zuwendung (die sich in 1000 Facetten ausdrückte); für ihr Staunen, ihre Treue (schmerzliche Erfahrungen und Widrigkeiten des Lebens hat sie Gott hingelegt und ihr Ja erneuert), ihre Verlässlichkeit, ihre Weisheit (wie oft fand sie genau das richtige Wort, den tröstenden Ton, die ermutigende Klarheit) und ihren Weitblick.
Zusammengestellt von Gabi Ballweg; Foto: privat