Viele Mitglieder der Fokolar-Bewegung sind in ihren Pfarreien engagiert. Grund genug, den Kraftquellen für dieses Engagement nachzugehen. Etwa 30 Personen trafen sich dazu am 17. Februar 2024 in Wien.
In den Fokus rückten im Laufe des Tages das Wort Gottes, die Eucharistie und die Gemeinschaft.
Das Wort Gottes
Von Anfang an war jedes Wort Gottes für Chiara Lubich Ausdruck der Liebe Gottes, das wiederum Liebe in ihr und ihren Gefährtinnen weckte. Das Wort bewirkt also Gemeinschaft mit Jesus und untereinander.: „Es verbindet Menschen unterschiedlichster Herkunft, Menschen aus allen Kontinenten. Sie lernen Situationen und Ereignisse, Menschen und die Gesellschaft im Licht des Evangeliums zu sehen. Aus Bürgern dieser Welt werden Bürger des Himmels, in Christus erneuerte Menschen.“ Den Tag mit dem Wort Gottes zu beginnen, das verändert alles.“ berichtet eine Teilnehmerin.
Die Eucharistie

Auch hier ein Gedanke von Chiara Lubich: “Das will die Eucharistie bewirken: uns mit Jesus nähren, damit wir ein anderer Christus werden.“
Ein Teilnehmer: „Ich bin kein Frühaufsteher, aber die Eucharistie ist für mich eine so große Kraftquelle, dass ich am liebsten in der Früh mit ihr in den Tag starte. Aber ich komme nie allein in die Messe. Ich nehme alle mit, die ich im Herzen habe und vertraue sie Jesus an!“
Die Gemeinschaft
Im neuen Kirchenrecht von 1983 wird Pfarre verstanden als ein Ort, an dem der Auferstandene sein Volk versammelt. 20 Jahre vor dem Konzil erkannte Chiara Lubich bereits die Kirche als „eine Familie, in der jeder an seinem Platz, in seiner eigenen Berufung bleibt, sich aber alle als Geschwister fühlen.“.
Johannes Paul II. kommentierte das 1984: „Ich sehe, dass ihr in sehr authentischer Weise jener Vision von Kirche folgt, jener Definition, wie sie die Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil sich selbst gegeben hat. … Wir müssen eine Kirche zeigen, die ihr Sein wirklich lebt.“
Ja, eine solche Kirche bringt durch die Schönheit ihrer verschiedenen Komponenten wirklich einen Widerschein des Lebens Gottes auf die Erde.
Der Schlussgedanke der Begegnung kann ein Impuls für uns alle sein:
Wir sind ein Geschenk füreinander.
„Wir wünschen, dass alle berührt wurde und neuen Mut, Zuversicht, eine neue Idee, Hoffnung für unsere Kirche mitnehmen kann. Eigentlich ist unsere Kirche lebendig. Unsere Pfarren leben von jedem Einzelnen, der etwas einbringt: eine gute Ausstrahlung, ein aufbauendes Wort, ein mitfühlendes weites Herz, die Bereitschaft, Freude und Trauer miteinander zu teilen. Wir alle sind von Jesus geliebt und gesendet. Wir sind ein Geschenk füreinander! Zusammen sind wir der Leib Christi!“
Der sehr viel ausführlichere Artikel kann hier in deutscher Sprache als Pdf-Dokument heruntergeladen werden.
Beitrag und Fotos von Karl Bierbamer, redaktionell bearbeitet von Ulrike Comes.