P. Hans Schalk (6.5.1932 – 26.2.2026)

Mit vier Jahren verlor der gebürtige Münchner seine Mutter und trat mit 18 Jahren bei den Redemptoristen ein. Im Sommer 1964 lernte Pater Hans bei einer Mariapoli in Wattens die Fokolar-Bewegung kennen. Von nun an begann er intensiv aus der Spiritualität zu leben. Bei einem ökumenischen Treffen im Dezember 1964 begegnete er zum ersten Mal Chiara Lubich. In der Folge nahm er an vielen Treffen teil, auf nationaler und internationaler Ebene.

Das Charisma der Einheit wurde immer mehr zur Grundlage seines Lebens und zur Inspiration für sein Tun. Ab 1972 wurde Hans Ansprechpartner für die Ordensmänner in Deutschland. Die Einheit mit dem Werk wurde für ihn ganz wichtig. 1973 erhielt er von Chiara ein „Wort des Lebens“ („Bei ihm ist Erlösung in Fülle“, Psalm 129,7) und einen „neuen Namen“: Parvis (parola vissuta – gelebtes Wort).

Auch in seiner Ordensgemeinschaft übernahm P. Hans wichtige Aufgaben. Er war Novizenmeister, Hausoberer in Gars am Inn, Dozent für Katechese an der Ordenseigenen Hochschule, 21 Jahre stellvertretender Leiter und Dozent am Institut für Lehrerfortbildung in Gars und 15 Jahre Spiritual der Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser. Von 1999 bis 2005 diente er der Gemeinschaft als Provinzial. Dazu schrieb ihm Chiara: „Sie wissen sich zweifelsohne beauftragt, die Einheit in ihre Umgebung zu tragen.“

Seit 1989 gab er mit P. Rainer Brähler die deutschsprachige Zeitschrift für Ordensmänner „Charisma. Orden im Dialog“ heraus, die später in die Zeitschrift „das prisma“ integriert wurde. Sein Angebot in Geistlicher Begleitung wurde von vielen gesucht und geschätzt.

2005 spürte P. Hans Probleme mit dem Herz. Er musste Aufgaben abgeben und entdeckte bei sich und in anderen immer neue Gesichter des gekreuzigten und verlassenen Jesus. Seine Dienste für die Ordensleute, wie die Mitorganisation der „Ottmaringer Tage“ und die Tätigkeit als Geistlicher Begleiter führte er weiter.

Im September 2024 wurde er von München nach Gars versetzt. Nach kurzen Krankenhausaufenthalten starb er an den Folgen eines Schlaganfalls im Beisein seiner Mitbrüder.

Zusammengestellt von P. Wolfgang Angerbauer; Foto: privat