Johann Maier (9.11.1934 – 19.12.2025)

Er wuchs in Laiz, heute ein Stadtteil von Sigmaringen/Süddeutschland, mit seinen Eltern und seinen drei Geschwistern auf. Als ältester Sohn musste er schon früh Verantwortung übernehmen. Nach seiner Lehre wurde er Zimmerermeister. Mit seiner Frau Marta ging er seinen Lebensweg als Ehemann, Familienvater und gläubiger Christ. Drei Kinder, acht Enkel und vier Urenkel: Die Familie war ein großer Reichtum, der sein Leben erfüllte.

Doch sein Blick reichte weit über das Private hinaus. Johann war herzlich und hilfsbereit. Mit seinem beruflichen Können war er dort, wo Hilfe gebraucht wurde: Viele Häuser und Renovierungen tragen bis heute seine Handschrift. Er sang im Kirchenchor – viele erinnern sich an seine schöne Stimme, kümmerte sich schon früh engagiert um türkische „Gastarbeiter“ und ihre Familien. Als in den 1980er-Jahren vietnamesische Bootsflüchtlinge nach Laiz kamen, übernahm das Ehepaar Maier ganz selbstverständlich für eine der Familien eine Patenschaft. Der Kontakt besteht bis heute. Große Worte machte Johann darum nicht. Er war ein bescheidener Mensch.

1978 lernten Johann und seine Frau durch die Tochter auf der Mariapoli in Marpingen (Saarland) die Fokolar-Bewegung kennen. In den Jahren danach war ihr Haus eine feste Anlaufstelle für verschiedene Personen und Kreise der Bewegung. Über viele Jahre traf man sich dort zum Collegamento. Kam jemand aus dem Fokolar in die Region zu Besuch, fand er bei Maiers herzliche Aufnahme. In die Organisation der Mariapoli in Laiz 1983 waren Johann und seine Familie mit großem Engagement dabei.

Johann schloss sich den Freiwilligen Männern in der Fokolar-Bewegung an. Die Brüder seines Kernkreises trug er im Herzen und im Gebet immer mit, auch als es ihm nicht mehr möglich war, an den Treffen teilzunehmen.

Johann Maier ist im Alter von 91 Jahren in das Haus seines himmlischen Vaters gegangen. Auf seinem Sterbebild steht der Satz aus Psalm 103: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Dieser Lobpreis und diese Dankbarkeit hat ihn sicher begleitet.

zusammengestellt von Peter Hitzelberger, Foto: privat