Zwei Jahre nach dem Messeranschlag in Solingen blickt die Stadt zurück – und gleichzeitig nach vorn in eine hoffentlich friedlichere Zukunft. Unsere Solinger berichten.

23.August 2024 – 23.August 2026

Zwei Jahre sind nun vergangen seit dem erschütternden Anschlag auf dem Solinger Fronhof, bei dem drei Solinger getötet und acht weitere schwer verletzt wurden. Die Solinger Stadtgesellschaft wurde von Schmerz und Trauer getroffen. Wir als Fokolargemeinschaft vor Ort sind mitten drin. 

Und dennoch…“Hass und Gewalt dürfen niemals eine Chance haben in unserem Land“, so die Worte unseres Ministerpräsidenten Henrik Wüst, der bei der zentralen Gedenkveranstaltung am Samstag, den 23. August 2026 anwesend war.

Rund 300 Menschen kamen zusammen, um gemeinsam innezuhalten und ein Zeichen des Zusammenhalts zu setzen. Unter den Teilnehmenden waren Angehörige der Opfer, Betroffene, Einsatzkräfte von damals und Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

Vorausgegangen waren dieser Gedenkveranstaltung ein ökumenischer  Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche und eine Dialogveranstaltung im Bürgersaal der Stadtkirche gemeinsam mit der Konfliktakademie Conflict AG in Bielefeld zum Thema „Was bleibt?-Gesprächsworkshop an der Kreuzung von Wissenschaft und Alltagswissen“

Wir Solinger wollen immer wieder Raum schaffen für Dialog, Trost und Gespräch und Solidarität zeigen mit all den Menschen, mit denen wir in Kontakt sind.

Nach den Klängen des Liedes „We shall overcome – We shall live in peace“ konnten die Anwesenden Kerzen an das Denkmal stellen und wurden gebeten, von diesem Ort des Friedens den Frieden mit nach Hause zu nehmen und an andere weiterzugeben. 

Ein Beitrag von Ursula Dörpinghaus und Illes Hertwich. Die Fotos sind von Ursula Dörpinghaus.

09.09.2026 von: Ulrike Comes in DACH, Köln