Wisst ihr eigentlich, wer „die Freunde“ sind und was sie so machen? Nicht so genau? Macht nichts, in diesem Artikel gibt es die neuesten Informationen.
Wer sind „die Freunde“?
Früher hießen sie ‚Aderenti‘, ein Name, der im deutschen Sprachraum völlig nichtssagend ist. So wurden aus den Aderenti die Freunde der Fokolar-Bewegung. Nicht optimal, aber besser. Vermutlich gibt es eh keinen perfekten Begriff, denn es handelt sich um eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Menschen, die das Ideal der Einheit kennen, schätzen und leben. Aber eben in unterschiedlicher Intensität und innerer Verpflichtung.
Etliche von ihnen treffen sich jeden letzten Freitag des Monats online, denn sie kommen aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland. Immerhin: Viele haben sich bei einem der Präsenztreffen „in echt“ kennengelernt, vor der Pandemie bei den Vertiefungstagen in Ottmaring oder beim Kongress der Freunde 2024 in Wien. Darüber hinaus gibt es sehr viele andere Freunde, die sich der Bewegung verbunden wissen, sich vielleicht ab und zu im Fokolar begegnen, die im Zonettenteam mitarbeiten, eine Mariapoli organisieren, an einem Wort des Lebens – Kreis teilnehmen oder oder oder… Wie gesagt, eindeutig beschreibbar sind sie nicht, aber ohne sie gäbe die Bewegung im D-A-CH ein anderes Bild ab.
Die Freunde bei der Generalversammlung
Das Spannendste gleich zu Beginn: Während der Vorbereitungen für die Generalversammlung haben sich auch einige Freunde überlegt, welche Anliegen sie einbringen könnten. Dieser Vorschlag ging direkt an Margaret Karram:
„Wir sind eine lebendige Gruppe von aderenti im DACH und haben uns in Vorbereitung auf die GV auch viele Gedanken über unsere Stellung im Werk gemacht. Bei aller Verschiedenheit ist für uns eines wichtig: Wir lieben das Charisma und setzen alles daran, es in unserem Leben umzusetzen. Wir fühlen uns eingebunden in das große Netzwerk der Bewegung, sind aber vielleicht eher flexible Fäden und weniger Knotenpunkte.
Könntest du dir vorstellen, zwei Aderenti als Beobachter zur GV einzuladen? Es wäre schön, wenn auch unsere Realität vertreten wäre und auch wir durch diese Vertreter unseren Beitrag bei der GV leisten können: das Werk, das wir lieben, mitzugestalten und unsere spezielle Sichtweise – auch auf die Strukturen – mit einzubringen.“
Um es kurz zu machen: Margaret hat diesen Vorschlag aufgegriffen! Und einer der beiden ist Karl Wurstbauer aus Salzburg, der schon seit Jahren mit den Freunden unterwegs ist und sie seit einem Jahr auch im Zonenrat vertritt! Die zweite ist Elena, eine Frau aus Argentinien.

Das Kernteam und die Pläne für 2026/27: Die Farben, ‚Friends on Tour‘ und ein Kongress.
Das sogenannte „Kernteam der Freunde“ versucht, Angebote zu machen. Vor einem Jahr hat sich das Team neu aufgestellt, bei einem gemeinsamen Wochenende in Ottmaring. Am Wochenende 16./18. Januar 2026 gab es nun eine Fortsetzung.
Für die „Freunde am Freitag“ wurde entschieden, in diesem Jahr die Bedeutung der Farben in der Fokolar-Bewegung zum Thema zu machen. Und im März wird natürlich Karl brandaktuell von seiner Erfahrung bei der Generalversammlung berichten.
Außerdem wurde eine Idee vom letzen Jahr aufgegriffen: Ab und zu kommen einige Mitglieder des Kernteams in eine Region.
Die Freundinnen und Freunde vor Ort werden eingeladen und man macht gemeinsam die Zoom-Schaltung mit. Drumherum gibt es dann viele Möglichkeiten, sich kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Friends on Tour. Geplant sind bereits Vechta im Mai und Solingen im Januar 2027.
Für das erste März-Wochenende 2027 ist ein Kongress in Solingen geplant, vermutlich mit einigen Tagen Vorlauf für touristische Aktivitäten und der Vorbereitung des eigentlichen Kongresses.
Was hat das alles mit dir zu tun?
Abgesehen davon, dass zu den Begegnungen der Freunde wirklich alle Mitglieder der Bewegung eingeladen sind, sind die Angebote der Freunde grundsätzlich offen für Neue. Wir haben nicht viele Möglichkeiten, interessierte Menschen aus unserer Umgebung einzuladen, damit sie in größerer Runde eine Erfahrung mit unserem Ideal machen können. Die Freunde bemühen sich um eine verständliche, einladende und inklusive Sprache, ohne von den wichtigen Punkten der Spiritualität etwas zurückzuhalten. Komm‘ einfach mal vorbei und überzeuge dich selbst.
Was schade ist: Bisher sind diese Angebote der Freunde nur in deutscher Sprache, für eine Übersetzung reichen die Möglichkeiten und Kräfte nicht aus. Trotzdem würden die Freunde gerne auch mit Italienisch- bzw. französischsprachigen Freunden aus der Schweiz in Kontakt kommen, um Ideen und Erfahrungen auszutauschen.
Kontaktmöglichkeiten
Grundsätzlich sind die Freunde zu erreichen über diese E-Mail: freunde@fokolar.org.
Die Freunde geben einen monatlichen Newsletter heraus. Außerdem haben sie ein Padlet, eine virtuelle Pinnwand, auf der man weitere Infos findet.
Beitrag und Fotos von Ulrike Comes.
