
Werner Gmür (19.11.1932 – 30.1.2026)
Mit Werner Gmür ist einer der ersten Freiwilligen der Fokolar-Bewegung in der Deutschschweiz von uns gegangen.
Dieser Zweig der Fokolar-Bewegung entstand nach der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes als Antwort auf den Appell von Papst Pius XII. gegen die Verdrängung Gottes aus der Gesellschaft. Die „Schar von Freiwilligen“ sollte, so sah es die Gründerin der Fokolar-Bewegung, Chiara Lubich, Menschen aller Nationen, Altersgruppen und sozialer Schichten zusammenbringen, verbunden durch das Band der Liebe.
Diese Initiative kam Ende der 1960er-Jahre in die Schweiz. Werner nahm damals zusammen mit seiner Frau Doris an einem zweiwöchigen Schulungskurs in der neu entstehenden Siedlung Loppiano bei Florenz teil und so wurden sie Mitbegründer der Freiwilligen in der Schweiz. Beide waren sehr aktiv am Aufbau dieses Zweiges der Fokolar-Bewegung beteiligt.
Werners Leben war tief im christlichen Glauben verwurzelt. Dieser Glaube hat ihn getragen und sein Handeln geprägt. In seinem beruf-lichen Wirken als Sozialarbeiter war er besonders den Menschen nahe, die am Rand der Gesellschaft stehen. Mit Respekt, Mitgefühl und stiller Konsequenz hat er ihnen Würde geschenkt und Hoffnung vermittelt. Werner hat sich in der Christlich-sozialen Partei auch politisch engagiert.
Die letzten Lebensjahre hat Werner im Altersheim in Zürich gelebt. In der Trauerkarte der Familie finden wir den Satz: „Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen“ (Albert Schweitzer). Wir werden uns gerne an seine Aufmerksamkeit, Humor, Wärme und Naturverbundenheit erinnern. Wir sind dankbar für alles, was Werner in unsere Gemeinschaft eingebracht hat, und für das Zeugnis seines Lebens. Die Spuren seiner Liebe, seines Engagements und seines Glaubens bleiben in uns und in vielen Menschen, denen er begegnet ist und für die er ein Freund, Vorbild und Lebensbegleiter war.
Möge Gott Werner jetzt, zusammen mit Doris, Heimat bei sich geben.
Zusammengestellt von Tadeusz Szczesiak/Hermann Wagenhofer; Foto: privat