In Bocca di Magra an der ligurischen Küste erwartete uns eine abwechslungsreiche Ferienwoche im ehemaligen Kloster Santa Croce.

In Bocca di Magra an der ligurischen Küste erwartete uns eine abwechslungsreiche Ferienwoche im ehemaligen Kloster Santa Croce. Wir entschieden uns für die Fahrt mit dem Car (Reisebus) ab Zürich. So begann das Abenteuer schon am Samstagmorgen. Von überall her gesellten sich Bekannte und auch Unbekannte zum wartenden Car beim Busparkplatz in Zürich. Wir freuten uns auf die gemeinsame Reise…

Nach einer ca. 8-stündigen Reise lag das Meer vor uns und als wir dann den Klosterpark betraten, bot sich uns eine einmalige Sicht auf das Meer und auf die gegenüberliegende Stadt Carrara mit ihren weissen Marmorbergen im Hintergrund. Das Hotel war einfach eingerichtet, jedoch mit verschiedenen Räumlichkeiten; ideal für Gross und Klein. Nach dem Zimmerbezug hatten wir Zeit, den Park zu erkunden, der sich bis zum Meer hinunter erstreckt.

Vom Sonntag an hatte man Gelegenheit, sich jeden Morgen um 7 Uhr zu meditativem Tanz und Gebet in der Kirche einzufinden und danach gab es einen Gottesdienst. Ab 8 Uhr traf man sich im Speisesaal zum Frühstück. Nach dem Frühstück gab es Gelegenheit zur Besinnung mit einem Thema zum Tag. Jedes Mal erhielt man ein „Bhaltis“, dass einen durch den Tag begleitete und immer an das Gehörte erinnerte. So liegt auch jetzt 2 Wochen später das Kärtchen mit dem Kompass auf unserem Küchentisch. Es erinnert uns daran, immer wieder den Kompass neu auszurichten.

Am Sonntagnachmittag fanden sich alle zusammen zu einem gemeinsamen Spiel im Park. Es waren zusammengewürfelte Gruppen. Das Ziel war nicht zu gewinnen, sondern unterschiedlichste Aufgaben miteinander gut zu lösen. Es war amüsant und verschiedenste Talente kamen zum Vorschein.
Jeder Tag war etwas ganz Besonderes: Entweder standen Ausflüge auf dem Programm oder eher geistliche Impulse, Gespräche über Berufungen, ein Film über die Anfänge der Fokolar-Bewegung, Begegnung mit dem Leben der Muslime, Kreativkurse und Spiele, die uns öffneten für Gott und die Gemeinschaft. Viele gute Gespräche waren möglich. Am letzten Tag fand eine Wanderung auf den Monte Marcello statt. Wir entdeckten die schöne hügelige Umgebung, die alten Dörfer und dann tief unten das glitzernde Meer. So denke ich, ist unser Leben auch eine Wanderung mit Höhen und Tiefen und dann glitzernde und schöne Begegnungen und Entdeckungen, die etwas von der Liebe und Schönheit Gottes erahnen lassen.

Es war ganz einfach wunderbar zu sehen, wie viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und ältere Personen und auch Muslime zusammen diese Woche gestalteten. Es ist eine grosse Hoffnung, dass unsere Kirche wieder neu aufblüht.

Ein Beitrag von Carla Bättig. Fotos von Heinz Rüst.