
Helmut Hischberg (9.7.1933 – 30.8.2025)
Helmut wuchs in Niederschlesien auf und erlebte im Jugendalter die Zeiten des Krieges. Schon früh verlor er den Vater. Die Vertreibung aus der Heimat zusammen mit seiner Mutter im Alter von dreizehn Jahren war gefährlich und schmerzlich.
In einer zerstörten Nachkriegswelt in Braunschweig gab es einen Neuanfang. Sie haben die Ärmel hochgekrempelt und mit Zuversicht ein neues Leben aufgebaut. Bereits mit 13 Jahren begann Helmut eine Lehre als Elektriker. Die Meisterprüfung folgte. Seine rundum ausgeprägten handwerklichen Fähigkeiten sind lebenslang vielen zugute gekommen.
Die aktive und tatkräftige Mitgliedschaft von Helmut bei den St. Georgs-Pfadfindern ließ ihn Gemeinschaft erleben und den Glauben vertiefen.
Mit Brigitte gründet er 1959 eine Familie. Bald kamen Tobias und Annett dazu. Das Familienleben bei den Hirschbergs war offen für viele Menschen.
Der Kontakt mit der Fokolar-Bewegung in Braunschweig eröffnete für Helmut und Brigitte neue Horizonte. Als verheiratete Fokolare haben beide schließlich ihre Berufung gefunden und mit Engagement und Treue gelebt.
In der Fokolar-Bewegung fehlte Helmut die Präsenz der Arbeiter und Handwerker und so engagierte er sich gemeinsam mit anderen in diesem Bereich.
1972 stand ein beruflich bedingter Umzug nach München an. Zeitgleich war eine schwere Krankheit von Brigitte zu bewältigen. Die Liebe der Münchner Kommunität wurde zu einer prägenden Erfahrung für die Familie. Beide engagierten sich viele Jahre für die Entwicklung der Bewegung „Neue Familien“.
In den letzten Jahren lebte Helmut mit Brigitte im Seniorenheim in Höhenkirchen-Siegertsbrunn.
Am 30. August 2025 ist Helmut nach gesundheitlichen Problemen friedlich ins andere Leben hinübergegangen.
Zusammengestellt vonTobias Hirschberg und Annett Jonnietz; Foto: privat