Eine Gruppe von Gen2 und Gen3 aus Österreich und Süddeutschland besuchten Ende März für einige Tage Loppiano und wollten als Friedensbotschafter herausfinden, ob gelebter Frieden unter Menschen unterschiedlicher Nationalitäten wirklich möglich ist.

31 Jugendliche sowie 10 Begleiter aus verschiedenen Regionen Österreichs und Süddeutschlands machten sich vom 28.März bis zum 1. April 2026 mit dem Bus auf den Weg nach Loppiano. Nach der langen Anreise und der späten Ankunft fiel der erste Eindruck aufgrund der einfachen Unterkünfte eher bescheiden aus – und verlangte allen gleich zu Beginn einen ersten Schritt ab.

Wir stellten die gemeinsamen Tage unter das Motto, Friedensbotschafter zu werden, und wollten herausfinden, ob in Loppiano – wo Menschen aus mehr als 50 Nationen zusammenleben – gelebter Frieden tatsächlich möglich ist.

Die Bewohner von Loppiano hatten für uns ein abwechslungsreiches und inspirierendes Programm vorbereitet:

  • Workshops zum Thema Geschwisterlichkeit und Frieden mit Impulsen, persönlichen Erfahrungen sowie kreativen Spielen und Elementen, bei denen die Jugendlichen selbst aktiv werden konnten. Am Ende der Tage präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit zum Thema Frieden: Durch ein Video, ein Theaterstück und die Erstellung einer „Zeitung“ kam der begeisternde und kreative Einsatz der Tage eindrucksvoll zum Ausdruck. 
  • Ein Besuch bei Gen Verde: Die Musikerinnen gewannen schnell die Herzen der Jugendlichen mit der Präsentation ihrer Lieder, ihren gelebten Erfahrungen und ihrer Bereitschaft, auf alle Fragen einzugehen. Der Saal wurde bald zu einer gemeinsamen Tanzfläche. 
  • Eine Besichtigung von Loppiano und einiger Werkstätten. Besonders hervorzuheben ist die zentrale Kirche „Maria Theotokos“, die durch ihre beeindruckende Architektur sowie ihre spirituell-künstlerische Gestaltung viele der Jugendlichen faszinierte. 
  • Einladungen in 14 Kleingruppen zum Abendessen in verschiedenen Gemeinschaften (Fokolare, Gen, Priester und Ordensleute), um die Bewohner persönlich und auf einer tieferen Ebene kennenzulernen. 

Bei der Begrüßung luden uns unsere Begleiter in Loppiano ein, während unseres Aufenthalts selbst zu Bürgern dieser Stadt zu werden und gemeinsam mit allen anderen das Ideal der gegenseitigen Liebe zu leben.

Und tatsächlich: Am Ende wurden wir ein Teil von Loppiano. Wir ließen uns von der warmherzigen Offenheit, der gelebten Gemeinschaft und dem spürbaren Frieden anstecken – und nehmen diese Erfahrung in unseren Alltag mit.

Beitrag und Fotos von Georg Goebel.