Eine Fortbildung am 13. Juni 2026 mit Dr. Catherine Belzung, Professorin für Neurowissenschaften an der Universität Tours (Frankreich), zum Entwicklungsprozess in der Fokolar-Bewegung.

Bei der Generalversammlung der Fokolar-Bewegung hat Dr. Catherine Belzung am 07. März 2026 unter der Überschrift „Unsere Erfahrung der Einheit“ einen ersten rund 20-minütigen Einblick in diese Thematik gegeben.

„Wir wissen häufig einfach viel zu wenig von dem, was unser Leben miteinander in der Fokolar-Bewegung alles beeinflusst“, lautete eine spontane Reaktion eines Zuhörers nach ihrem Vortrag. 

Ausgehend von Fragen wie beispielsweise „Wie kann ein Charisma, das Einheit verkündet, – in manchen Situationen – zum Ort der Verwundung werden?“, sucht Dr. Catherine Belzung nach Antworten.

Dabei stellt sie zusammen, was das Verhältnis von Person und Gemeinschaft beeinflussen kann – und das aus soziologischer, philosophischer, psychologischer und theologischer Sicht. Da tauchen Namen auf wie Solomon Asch, Leon Festinger, Charles Taylor, Martin Buber, Konfuzius, John Mbiti oder John Henry Newman.

Doch sie bleibt nicht bei den Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens stehen. Sie gibt auch Anregungen, was zu einem zeitgemäßes Leben der „Einheit“ dazugehört. Einige ihrer zentralen Aussagen lauten: „Jedes Charisma ist ein Geschenk des Heiligen Geistes an die Gemeinschaft. Aber es ist menschlichen Händen anvertraut. Und menschliche Hände sind zerbrechlich.“
Und weiter: „Die Verletzlichkeit betrifft nicht das Charisma an sich, sondern diejenigen, die es empfangen, interpretieren, organisieren und weitergeben.“

Für alle, die nach Impulsen für einen nächsten Entwicklungsschritt im Leben der „Einheit“ Ausschau halten, können die Gedanken von Dr. Catherine Belzung inspirierend sein. HIER sind weitere Informationen zur von unseren Zonenzentren organisierten Fortbildung zu finden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Zur Person von Prof. Dr. Catherine Belzung – Vita

Sie absolvierte ihr Master-Studium in Neurowissenschaften an der Universität Louis Pasteur in Straßburg (1985) und promovierte dort ebenfalls von 1985 bis 1988 – mit Auszeichnung (cum laude) – über die Validierung eines Angstverhaltenstests bei Mäusen.

2002 wurde sie zur Professorin an der Universität Tours ernannt und durchlief seitdem mehrere Beförderungsstufen – zuletzt 2015 zur „Professeure de classe exceptionnelle 2“, eine der höchsten akademischen Auszeichnungen in Frankreich. Seit 2023 ist sie Präsidentin der Französischen Gesellschaft für Neurowissenschaften.

Sie arbeitet an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und klinischer Psychiatrie. Ihre Forschung widmet sich der Neurobiologie schwerer Depressionen und therapieresistenter Verläufe. 

Der Fokolar-Bewegung gehört sie als Freiwillige an. Zudem war sie in den vergangenen sechs Jahren im Generalrat für den Dialog mit der zeitgenössischen Kultur (5. Dialog) verantwortlich.

Der Beitrag und das Foto von Catherine ist von Hubert Schulze Hobeling.
Das bunte Netz: AdobeStock_1508764619