32 Paare aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wollten ihre Beziehungen zu zweit und im Austausch mit anderen Paaren gemeinsam pflegen, stärken und vertiefen.

Vom 4. bis 6. September 2026 traf man sich im ruhig gelegenen Tagungshaus Schönenberg in Ellwangen. Ein bunter Blumenstrauß an unterschiedlichsten Möglichkeiten, in die Tiefendimensionen von Paarbeziehung einzutauchen wurde von einem zwölfköpfigen Team (sechs Paare aus der DACH-Zone) vorbereitet und allen teilnehmenden Paaren für ihre ganz persönlichen Arrangements und zum gegenseitigen Beschenken angeboten:

  • Aktive Paararbeit und Übungen in thematischen Workshops
  • Genussmomente wie Paarfotoshootings und Einführung in Partnermassage
  • Ein literarisch-musikalischer Abend zum Thema Phasen der Liebe
  • Vertiefung des Themas „Dranbleiben“ in unterschiedlichen Facetten:
    – Im Gespräch, in gemeinsamen Aktivitäten, in Zärtlichkeit und Sexualtität,
    – im Vergeben, im Umgang mit Gütern und Geld, im Dranbleiben an der Quelle

Ein ganz besonderer Moment war die empathische, theologische und zugleich paarzugewandte Hinführung und Erschließung des „Hohelied der Liebe“ aus dem alten und neuen Testament durch Prof. Martin Lintner, Dekan der Theologischen Hochschule in Brixen und Autor des 2025 im Herder Verlag erschienen Buches „Jenseits der Verbote-Katholische Sexualmoral im Umbruch“.

In der anschließenden lebendigen Dialogrunde im Fishbowl-Format mit Prof. Lintner, der in seiner Bescheidenheit nur als Pater Martin ins Gespräch kommen wollte, war rege Beteiligung. Besonders bewegend die zwei Fragen von P.Martin an die Paare:

„Fühlt ihr euch als Ehepaare, auch auf dem Hintergrund der Bedeutsamkeit des Ehesakramentes von der Kirche auch genügend wertgeschätzt?“

„Erlebt ihr in euren Paarbeziehungen die Berührung und das Wirken Gottes?“

Ein besonderer Segnungsgottesdienst, an dem sich die Paare gegenüberstanden und einander persönlich segnen durften, rundete die gemeinsamen Tage ab. Das Vertrauen und die Gewissheit, dass dieser Segen von jener Quelle fließt, die uns, wie im Emmausevangelium stets einen unsichtbaren Begleiter zur Seite stellt, wurde spürbar gestärkt.

„Die Liebe glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.“ 1 Kor,13

Ein Beitrag von Judith Hamberger. Fotos von Ulrike Comes und Judith Hamberger.