P. Albert Dückelmann (19.4.1942 – 11.6.2026)

Pater Albert, Jörg mit Taufnamen, hatte zwei Geschwister und begann nach der Matura mit dem Medizinstudium. Doch nach mehreren Semestern trat er 1964 in das Benediktinerstift in Kremsmünster/OÖ ein. Nach dem Theologiestudium unterrichtete er 25 Jahre Chemie im Stiftsgymnasium und war als Erzieher tätig.

Ende der 1960er-Jahre lernte er das Ideal der Einheit kennen und entdeckte darin seine zweite Berufung, der er sein Leben lang mit Hingabe treu geblieben ist. Ein Ordensmann sagt über ihn: „Albert war eine große Bereicherung und tragende Säule unter uns, ein Vorbild des bescheidenen Dienens. Jesus in der Mitte war ihm immer ein Herzensanliegen.“

Durch P. Albert kamen viele Jugendliche, die das Stiftsgymnasium besuchten, mit der Spiritualität in Kontakt. Als „gütiger Pädagoge“, der nicht streng sein konnte, vermittelte er die Liebe Gottes. Es machte ihm auch nichts aus, wenn die Schüler seine Güte manchmal ausnützten. Seine persönliche Zuwendung zu den Menschen war immer stärker.

P. Albert war eine dienende Person – im Kloster, in der Schule und in der Seelsorge. Auch als Gastmeister zeichnete ihn seine zuvorkommende und freundliche Art aus. Er war ein gesuchter Beichtvater. Mit knapp 60 Jahren übernahm er die Aufgabe eines Pfarrprovisors in Ried im Traunkreis. Es war ihm eine Freude für seine Gemeinde da zu sein und schaffte es, persönliche Beziehungen aufzubauen. „Er war mehr als nur ein geistlicher Begleiter; er war Freund, Vertrauter und oft auch derjenige, der mit einem Lächeln und einem aufmunternden Wort den Tag erhellte“, so ein Pfarrangehöriger.

Am Abend des 11.Juni ist er unerwartet zum Vater heimgekehrt. Bei seiner Totenwache und der Verabschiedung konnte die Stiftskirche die Menschen kaum fassen. In den Aktuellen Nachrichten OÖ war zu lesen: „P. Albert war ein Mensch, der Spuren hinterließ. Seine Lebensgeschichte ist ein eindrucksvolles Beispiel für einen Weg voller Hingabe, Freundlichkeit und Weisheit. Es bleibt das Gefühl, dass sein Geist und seine Lehren in den Herzen der Menschen weiterleben.“ Wir sind dankbar für das Zeugnis seines Lebens.

Zusammengestellt von P. Alfred und Lotte Seifert; Foto: privat