Klaus Rudert (24.1.1937 – 26.11.2025)

Klaus, verheirateter Fokolar aus Lüneburg, hinterlässt seine Frau Bärbel, auch sie verheiratete Fokolarin, und drei Kinder mit ihren Partnern und der Enkelin Hanna, die ihm bis zum Schluss nahe sein konnten.

Auch wir konnten ihn zuletzt mehrfach im Pflegeheim besuchen und noch prägende Begegnungen erleben. Bis zum Schluss war er sich treu in dem, was ihn ausgezeichnet hat: sein waches Interesse für sein Gegenüber, sein feiner Humor, seine Zugewandtheit und Aufmerksamkeit für alle. – Getauft in der evangelischen Kirche ist er als Erwachsener in die katholische eingetreten. Deshalb lag ihm die Ökumene am Herzen, und er bewahrte sich seine Prägung als freier, fragender Christenmensch, der für sich und andere Verantwortung übernimmt.

Klaus hat die Fokolar-Bewegung in den 1970er-Jahren kennengelernt und gehörte zu den ersten verheirateten Fokolaren im Norden Deutschlands. Für viele war er ein verlässlicher Bezugspunkt, Ratgeber und Vorbild; gemeinsam mit Bärbel auch für die entstehende Familien-Bewegung. Die Treue zu seiner Berufung wurde in einer längeren Phase inneren Dunkels auf die Probe gestellt, ausgelöst durch enorme berufliche Schwierigkeiten. Obwohl es ihm fast unmöglich war, darüber zu sprechen, kam er auch in dieser Zeit regelmäßig ins Fokolar, oft mit dem Werkzeugkasten und brachte sich mit seinen handwerklichen Fähigkeiten ein! Fokolar sein hieß für ihn auch, sich in der Kirchengemeinde zu engagieren. So ließ er sich zum Pfarrgemeinderatsvorsitzenden wählen, als kaum jemand dazu bereit war.

Bei seiner Beerdigung wurde noch einmal deutlich, welche außergewöhnlich große Bedeutung er für Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen hatte. Nachbarn, Gemeindemitglieder und aktuelle wie frühere Weggefährten drückten ihre Dankbarkeit für die tiefe Freundschaft mit ihm aus. Fast wie eine Schlusspointe erscheint uns, dass wir seine Liebe zum Jazz erst bei der Beerdigung entdeckt haben, als zwei Freunde der Familie den Auszug mit „What a wonderful world“ von Louis Armstrong mit Kontrabass und Keyboard begleiteten.

Sein Wort des Lebens: „Alle, die ihn lieben, behütet der Herr.“ (Psalm 145,20)

Ein Beitrag vom Fokolar Hamburg; Foto: privat