Zum 50-jährigen Bestehen des Zentrums «Eckstein» feierten wir Ende August ein besonderes Jubiläumswochenende in Baar. Eine Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Menschen kennenzulernen und den Dialog weiterzuführen.
Zum 50-jährigen Bestehen des Zentrums «Eckstein» feierten wir Ende August ein besonderes Jubiläumswochenende in Baar. Wo das Vorbereitungskomitee vor einem Jahr noch vor einem weissen Blatt und der Frage stand, wie man ein Zentrum mit einer so reichen Geschichte, der Zusammenarbeit mit dem heutigen Dialoghotel und dem gemeinsamen Feiern mit ganz unterschiedlichen Menschen und Generationen zusammenbringen kann, dürfen wir rückblickend sagen: Genau diese Unterschiedlichkeit hat sich an diesem Wochenende auf eindrückliche und feierliche Weise vereint.
Das Wochenende stand unter dem Motto «Dialog bewegt» und begann am Samstag mit einem «Tag der offenen Tür», zu dem jedermann eingeladen war. Verschiedene Essensstände luden zum Verweilen ein und boten Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die zahlreichen Helferinnen und Helfer waren mit viel Engagement im Einsatz, begrüssten die Gäste und hiessen sie herzlich willkommen. So füllte sich das Zentrum schon bald mit Leben.
Am Nachmittag folgte der feierliche Festakt. In verschiedenen Ansprachen würdigten die Verantwortlichen der Fokolar-Bewegung für den DACH-Raum, der Baarer Gemeindepräsident, die Präsidentin des Kirchenrats der reformierten Kirche im Kanton Zug, der Kirchenschreiber der Katholischen Kirchgemeinde Baar sowie Vertreter der muslimischen Gemeinschaft die Bedeutung des Zentrums und seines Wirkens. Der Baarer Gemeindepräsident brachte es dabei treffend auf den Punkt: «Die Fokolar-Bewegung zeigt seit 50 Jahren, wie wichtig Dialog, Nächstenliebe und Verbundenheit über Grenzen hinweg sind.»
Im Rahmen des Festaktes wurde zudem eine Dauerausstellung eröffnet. Ein Zeitstrahl erzählt die Geschichte der Fokolarbewegung weltweit und in der Schweiz, mit Fokus auf das Zentrum «Eckstein», und macht sichtbar, wie sich das Zentrum in den vergangenen 50 Jahren entwickelt und gewirkt hat. Die Ausstellung wurde künstlerisch gestaltet von Annemarie Baumgarten, Fokolarin und Künstlerin in Wien, und lädt ein, sich betrachtend mit dem Thema Dialog zu beschäftigen und sich davon inspirieren zu lassen. Abgeschlossen wurde der Festakt mit einem Dessertbuffet und einer Jubiläumstorte, an der sich alle Gäste bedienen durften.
Anschliessend luden verschiedene «Blitzlichter» zu ganz unterschiedlichen Themen und Begegnungen ein. Ein Rückblick auf 50 Jahre «Eckstein», Diskussionsrunden zum Spannungsfeld Ost-West oder zum Dialog zwischen verschiedenen Religionen oder der Frage nach «Wie heute hoffen» gehörten ebenso dazu wie Momente der Atempause mit Gebeten und kurzen Texten. Auch das gemeinsame Singen von Songs aus der grossen Fokolar-Hitparade durfte nicht fehlen, und beim meditativen Kreistanz waren die Teilnehmenden mit Leib und Seele mit dabei. Auch ein Bibliolog, wo es um den Bruder des «Verlorenen Sohnes» ging, fand guten Anklang. Für die Kinder gab es ein Karussell und verschiedene Spiele, die bei dem schönen Wetter rege genutzt wurden. So konnte jeder und jede auf seine ganz eigene Art Teil des Jubiläums werden.
Der Abend stand dann ganz im Zeichen des Humors. Der Kabarettist und Liedermacher Reto Zeller nahm das Publikum mit in sein Bühnenprogramm und band dabei auch seine Zeit als Gen, die er unter anderem in Baar verbrachte, gekonnt und humorvoll ein. Ein unterhaltsamer Abschluss eines abwechslungsreichen Tages.

Am Sonntag waren alle zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Gestaltet wurde dieser von einer reformierten Pfarrerin und einem katholischen Priester und musikalisch begleitet von der Freikirche ICF, die sich seit einiger Zeit jeweils sonntags im Zentrum «Eckstein» zum Gottesdienst trifft. Und so wurden auch im Gottesdienst Grenzen und Hürden überwunden. Beim anschliessenden Apéro gab es nochmals Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Menschen kennenzulernen und den Dialog weiterzuführen.
Insgesamt schauen wir sehr dankbar auf dieses Jubiläumswochenende zurück, an dem man «alte Bekannte», die vielleicht früher, aber lange nicht mehr am Zentrum waren, treffen konnte. Aber ebenso kamen Nachbarn, Bewohnerinnen und Bewohner von Baar vorbei, um das Dialoghotel einmal von innen zu sehen und die Fokolar-Bewegung kennen zu lernen. Ebenso dankbar schauen wir auf die ganze 50-jährige Geschichte des Zentrums «Eckstein», die uns wieder neu ins Bewusstsein und in die Herzen gekommen ist.









Ein Beitrag von Manuel Bolkart geschrieben. Die Fotos sind von Heinz Rüst, Valter Munoz, Emanuela Chiapparini und Markus Haas.