
Nach 36 Jahren in der Redaktion NEUE STADT geht Marlene Winkler endgültig in den Ruhestand.
Dreieinhalb Jahrzehnte Redaktionsgeschichte leuchteten am 8. Mai auf, als auf dem Zoombildschirm Severin Schmid (aus Lyon), Joachim Schwind (aus Rocca di Papa), Christian Bahlmann (aus der Nähe von Bonn), Ernst Ulz (aus Wien) sowie Clemens Behr (ebenfalls aus Wien) und Gudrun Griesmayr (aus Bremerhaven) in der Redaktion in Ottmaring zugeschaltet waren. Dort in den Redaktionsräumen saßen Gabi Ballweg, Peter Forst und Frank Schmelzer mit Marlene Winkler.

Dass nach vielen Jahren wieder einmal die ehemaligen Redakteure und Mitarbeiter so zusammentrafen, hatte einen bedeutenden Anlass: Es war der letzte Arbeitstag von Marlene Winkler. Im April 1990 hatte sie ihren Dienst in der Redaktion angetreten. Und in 36 Jahren vieles erlebt. In den offiziellen Ruhestand war sie schon vor fünf Jahren gegangen, aber weil ihr die Arbeit viel Spaß gemacht hat, hatte sie seitdem die Redaktion auf der Basis eines Mini-Jobs noch monatlich mit 12 Stunden unterstützt.
„Es ist wie das Ende einer Ära“, hatte Ernst Ulz auf die Anfrage geantwortet, ob er sich zu diesem Abschiedsmoment zuschalten möchte. Wie er waren auch alle anderen Ehemaligen sehr gern bereit, diesen Moment mit der aktuellen Redaktion zu teilen. Und für Frau Winkler war es eine gelungene Überraschung: Sie hatte weder von dem Besuch von Frank Schmelzer noch von der Zoomschaltung im Vorfeld etwas mitbekommen.
Die gemeinsame halbe Stunde verging wie im Flug: Da wurden Erinnerungen ausgetauscht, angefangen beim Vorstellungsgespräch im Februar 1990, bei dem Severin Schmid und Joachim Schwind dabei waren, über den Umzug der Redaktion erst von Ottmaring nach Augsburg (1990) und dann 2009 wieder zurück. Severin Schmid und Christian Bahlmann erinnerten daran, dass Marlene Winkler in all den Jahren der erste Kontakt für alle Anruferinnen und Anrufer war. „Wir wurden oft darauf angesprochen, wer sich denn hinter der freundlichen Stimme mit der zuvorkommenden Art verberge“, erinnerte sich etwa Sverin Schmid. Und Christian Bahlmann unterstrich, dass auch seine Mutter bei den gelegentlichen Anrufen in der Redaktion gern mit Frau Winkler redete: „Manchmal war ich nicht sicher, ob sie wirklich mit mir oder doch lieber mit Ihnen sprechen wollte.“ Natürlich kam auch zur Sprache, wie sehr sich durch die technischen Entwicklungen die Arbeit im Sekretariat verändert hat – angefangen bei den zu Beginn noch mit Steno aufgenommenen Briefen über den Einsatz von Faxgeräten und Computern bis hin zu den Online-Seiten der NEUEN STADT.
Frau Winkler selbst unterstrich, wie wichtig ihr die Arbeit war: „Ich habe das sehr, sehr gern gemacht, bin jeden Tag gern gekommen und habe viel für mich persönlich mitgenommen; die interessanten Themen, die Kontakte zu so verschiedenen Menschen und das Miteinander waren eine große Bereicherung.“
Zum Glück wohnt sie in der Nähe der Redaktion – und so wird es auch unabhängig von der Arbeit weiterhin Kontakt geben.


Ein Beitrag von Gabi Ballweg; die Fotos sind screenshots oder von Frank Schmelzer aufgenommen.