
Sr. Voluntas M. Stutz (5.3.1943 – 10.11.2025)
Sie ist in Zürich als jüngstes von fünf Kindern geboren und aufgewachsen. Nach Abschluss der Schule reiste sie als 15-Jährige für ein Jahr als Volontärin zusammen mit Kameradinnen nach Frankreich in ein von Augustinerinnen geleitetes Institut. Sie spürte dort den Wunsch, auch als Ordensschwester zu leben, glaubte aber nicht, dazu berufen zu sein.
Weil sie nach ihrer Rückkehr nicht wusste, was sie lernen sollte, suchte sie Arbeit und fand sie zunächst als Bürogehilfin, dann drei Jahre in der Lagerbuchhaltung. In dieser Zeit war sie in einer Zürcher Pfarrei aktiv.
1963 trat sie ins Kloster Baldegg ein, wo sie 1964 das Noviziat begann und 1965 die Profess ablegte. Sofort begann sie dort eine dreijährige Ausbildung zur Hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin. Danach war sie an verschiedenen Orten im Einsatz. Überall liebte sie ihren vielfältigen Beruf und den damit verbundenen Umgang mit den Menschen. Sie strahlte Ruhe aus und wirkte in der Schwesterngemeinschaft liebevoll verbindend, förderte den Frieden.
Sr. Voluntas hatte ein aufnahmebereites Herz für das Wort Gottes und war immer auf der Suche nach einer größeren Nähe zu Gott. Gerne nützte sie dazu die verschiedenen Hilfen, die ihr die klösterliche Gemeinschaft bot. Gestärkt fühlte sie sich auch durch die geistliche Nähe zur Fokolar-Bewegung. Regelmäßig nahm sie – solange es ihr gesundheitlich möglich war – an den monatlichen Telefongesprächen der Ordenschristen teil. Mit ihren konkreten Erfahrungen brachte sie sich ein. Das gelebte Wort half ihr, immer neu zu beginnen.
Ihre Verbundenheit mit Gott gab ihr die Kraft, die lange schwere Krankheit zu ertragen. Schon 2015 war sie deshalb zurück ins Mutterhaus gekommen und nahm dort nach Möglichkeit den Dienst in der Telefonzentrale wahr. Wenn es ihre Kraft erlaubte, freute sie sich, wenn sie etwas für die Gemeinschaft tun konnte. Und alles, was ihr möglich war, tat sie auf diskrete, edle
und liebevolle Art und Weise.
Zusammengestellt von Gabi Ballweg; Foto: privat