
Veronika Hülsmann (4.7.1960 – 3.4.2026)
Veronika lebte mit Vertrauen auf den HERRN und den Menschen zugewandt tiefe Beziehungen. Als Jugendliche lernte sie die Gen kennen Nach ihrer Krankenschwester-Ausbildung zog sie nach Münster, um mit Freundinnen in der Fokolar-Spiritualität zu leben. Ihre berufliche Erfüllung fand sie in der ambulanten Pflege; ihren Platz bei den Freiwilligen.
Als Veronika und ihr Mann Norbert ihre Bestimmung entdeckten, folgten Heirat und Familiengründung mit dem Pflegesohn Marcel. Sie zogen in den Wallfahrtsort Telgte, wo Veronika Haus und Garten mit Kreativität für Begegnungen gestaltete. In der Familie war sie mit Liebe, Fürsorge und Humor der Mittelpunkt. Ihre Heimat war die Kirchengemeinde. Sie engagierte sich bei der Tafel, in der Flüchtlingsbetreuung und beim Sozialbüro. Das Singen im Gospelchor war – neben dem Wandern in der Natur – ihre Leidenschaft.
Sie hatte eine schwache Gesundheit. Deshalb konnte sie nur noch stundenweise in einer Arztpraxis, beim Pflegedienst oder der Offenen Ganztagsschule arbeiten. Ihre Kenntnisse über Ernährung und Gesundheit halfen im Umgang mit den Erkrankungen. In den letzten sieben Jahren litt sie an Parkinson. Kraftverlust, Verlangsamung und Sprechstörungen erschwerten vieles. Dennoch konnte sie die Einschränkungen annehmen. Sie bewahrte sich die regelmäßige Teilnahme an den Chorproben und war ihrem Kernkreis per Telefon zugeschaltet.
Durch die Art, wie Veronika ihre Erkrankungen ertragen hat, wurde sie vielen zum Vorbild. Die heilige Messe war ihre Kraftquelle, wie ihr Wort des Lebens verheißt: „So wird auch der, der mich isst, durch mich leben“ (Johannes 6,57). Noch am Gründonnerstag hat sie am Gottesdienst teilgenommen und vor der schmerzhaften Muttergottes von Telgte gebetet. In der Nacht zum Karfreitag hat Jesus sie dann mitgenommen in den Tod – auf dem Weg zur Auferstehung.
Bei ihrer Beerdigung war die Gegenwart Gottes und das Licht des Auferstandenen unter den zahlreichen Mitfeiernden spürbar. Diese Erfahrung lässt uns zusammen mit Veronika weiter an Seiner Hand gehen.
Zusammengestellt von Norbert Hülsmann, Lucie Berger; Foto: privat