Nach drei intensiven gemeinsamen Tagen ist der Zonenrat nun zu Ende und die gepackten Koffer werden wieder nach Hause getragen. Wie versprochen, hier ein erster zusammenfassender Bericht und viele Bilder.
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Heute Mittag ist sie zu Ende gegangen, die diesjährige Begegnung des Zonenrats. 84 Personen waren von Donnerstag, 8. Oktober, bis Sonntag, 11. Oktober im Mariapoli-Zentrum in Wien zusammengekommen. Sie vertreten die verschiedenen Aspekte, Initiativen und Regionen der Fokolar-Bewegung in der D-A-CH-Zone.
Was passiert bei einer solchen Begegnung? Einige Grundanliegen des Zonenrates bleiben über die Zeit hinweg die gleichen: Die gemeinsamen Tage bieten die Chance, einander näherzukommen, Beziehungen zu vertiefen und den Austausch zu pflegen – persönlich und zwischen den Gruppierungen, Zonetten und Dialogen.
Andere Elemente der dreitätigen Begegnung sind spezifischer. Sie ergeben sich aus dem, was die Fokolar-Bewegung weltweit und in der Zone gerade lebt. Die diesjährige Begegnung des Zonenrat war deshalb geprägt von der „Wende zur Einheit“, die die Generalversammlung der Fokolar-Bewegung im März 2026 mit Nachdruck angeregt hatte. Es ging darum, gemeinsam besser zu verstehen, was mit dieser Wende gemeint ist, ihr Anliegen innerlich nachzuvollziehen und dann auch besser erklären zu können. Zu diesem Schwerpunkt, dem weite Teile des Samstags und Sonntags gewidmet waren, wird in Kürze ein eigener Artikel erscheinen.
Heute deshalb „nur“ einige Blitzlichter auf die Begegnungen und auf die Berichte, die vor allem den Donnerstagabend und den Freitag geprägt haben.
In der Feedbackrunde am Sonntagvormittag sprach Judith Schenz (Zonette Heidelberg) davon, dass im Zonenrat eine „extreme Vielfalt“ zusammenkommt. Diese Vielfalt betrifft das Lebensalter, die Herkunft, die Erfahrungen und Zuständigkeiten in der Fokolar-Bewegung, die Überzeugungen zu dem, was jetzt ansteht, die Konfessions- und Religionszugehörigkeit und vieles andere mehr. Wenn diese „extreme Vielfalt“ zusammenhalten und kreativ werden will, dann sind vor allem zwei Dinge gefragt: der Wille, sich mitzuteilen, und die Bereitschaft, aktiv zuzuhören; Anteil zu geben an den eigenen Freuden, Fragen, Hoffnungen und Verletzungen und im Herzen Platz zu machen für die der anderen.









Um diese Dynamik zwischen Geben und Aufnehmen zu leben, gab es ganz verschiedene Möglichkeiten: den Austausch in immer wieder neu zusammengesetzten Gruppen, während eines Ausflugs am Samstagnachmittag – wahlweise zum Schloss Schönbrunn, in den Lainzer Tiergarten oder zum nahegelegenen Friedhof, auf dem etliche unserer Verstorbenen liegen –, in den vielen spontanen Begegnungen in den Pausen, während der Mahlzeiten oder am Abend. So konnte entstehen, was in diesen Tagen immer wieder anhand von zwei Bildern beschrieben wurde: den einen Leib zu bilden und die eine Familie zu erfahren.









Dazu haben auch die Berichte über einige Begegnungen und Initiativen geholfen, für die der Freitagnachmittag reserviert war: Magdalena Binder und Mariana Lufinha von den Gen2 haben von ihren Aktivitäten (Echoes of Silence, Gen-Kongress, Begegnung am internationalen Zentrum) und ihren Plänen (Silvester in Ottmaring, Gen3-Kongress im Frühjahr 2028) berichtet; Theresia und Ansgar Bock haben die Erfahrung eines Wochenendes für Paare geteilt; Elisabeth Lennes und Markus Alig haben Einblick in Entwicklungen und die finanzielle Situation der Vereine, Mariapoli-Zentren und des Verlags Neue Stadt gegeben sowie über Überlegungen gesprochen, die Gütergemeinschaft zu beleben und neue Wege zu erschließen, unsere Aktivitäten zu finanzieren; Ulrike Comes kündigte an, dass in wenigen Tagen die gänzlich neu gestaltete externe Website der Fokolar-Bewegung D-A-CH online gehen wird; Gabi Ballweg und Peter Forst berichteten von den Echos auf die Kommentare zum „Wort des Lebens“ auf Deutsch, die seit Beginn des Jahres von Personen aus unserer Zone geschrieben werden; Savi Puchinger und Ansgar Bock erläuterten den Beginn eines Prozesses, an dessen Ende die Verantwortung für die Fokolarinnen und Fokolare in der Zone D-A-CH von der Verantwortung für die ganze Fokolar-Bewegung in unserer Zone getrennt werden soll. Bislang liegt die Verantwortung für beides bei den Delegierten des Werkes, im Augenblick also bei Uschi Schmitt und Roberto Rossi.
Wenn der Zonenrat zusammenkommt, können jedes Mal neue Mitglieder begrüßt werden; das heißt aber auch, dass einige zum letzten Mal dabei sind. Diesmal waren es Frère Richard Böhi, der elf Jahre lang die Ordensmänner vertreten hat, und Martin Kohler, der sieben Jahre lang für die Freiwilligen Männer im Zonenrat war. Sie wurden sehr herzlich von Uschi und Roberto verabschiedet und zeigten sich äußerst dankbar für die gemeinsame Zeit. Das war einer der Momente, in denen auf bewegende Weise deutlich wurde, dass der Zonenrat nicht nur ein Arbeitsgremium, sondern mindestens genauso ein Ort ist, an dem die Fokolar-Bewegung sich als Familie zeigt, an dem die „extreme Vielfalt zum Leuchten kommt“ (Judith Schenz).












Ein Beitrag von Peter Forst. Fotos von Ulrike Comes, Blugot Breunhölder und Inge Mathee.