Therese Zdarsky (27.11.1943 – 7.1.2026)

Nach ihrer Tätigkeit als Bankangestellte machte Therese Zdarsky noch die Ausbildung zur Familienhelferin und übte diesen Beruf 30 Jahre lang aus.

Durch ihre Kollegin Anni Lechner, eine Freiwillige, lernte sie die Spiritualität der Einheit kennen. Die sagt über Therese: „Sie war eine Person mit viel Feingefühl und Achtsamkeit. Mit einer großen Weite und Offenheit für die Nöte und Bedürfnisse der Menschen versuchte sie, konkret zu helfen. In ihrer Art war sie einfach, bescheiden und konsequent. Sie wurde von allen, die sie gekannt haben, geschätzt und geachtet. Es war eine Freude, mit ihr zu arbeiten und so manch schwierige Situation in Angriff zu nehmen und gemeinsam eine Lösung zu suchen und zu finden. Wenn es um Entscheidungen ging, überlegte sie mit Offenheit und Besonnenheit, um eine gerechte Lösung für alle zu finden.“

Therese war von der Lebensweise im Ideal der Einheit sehr beeindruckt. Bei einem Treffen der Neuen Gesellschaft in Rom fing sie Feuer und begeisterte sich für die Berufung der Freiwilligen.

Als Therese nach einem Schlaganfall beeinträchtigt war, lernte sie bei einem Reha-Aufenthalt eine Frau mit ihrer Tochter kennen. Nach und nach ergaben sich Gespräche mit beiden, und das Mädchen bat Therese, ob sie nicht seine Oma sein könne, denn die eigene sei weit weg und es hätte in Wien auch gerne eine Oma. Spontan willigte Therese – die selbst unverheiratet war – in diesen Wunsch ein, und es ergaben sich viele schöne, lebendige Begegnungen. Was diese neue Beziehung für Therese war, drückte sie so aus: „Meine Freude über L. und ihre Mutter ist groß und von Liebe erfüllt. Ich fühle mich gebraucht, mit all meinen Handicaps als Teil dieser Familie.“

Die anderen im Kernkreis waren beeindruckt, mit welch großer Besonnenheit und Klarheit Therese für sich den Willen Gottes erkannt und umgesetzt hat und mit welcher Offenheit und Liebe sie jedem Menschen in ihrem Umfeld begegnet ist.

Ihr Wort des Lebens, das sie von Chiara Lubich bekommen hat, lautete: „Nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden, ja, es wird euch noch mehr gegeben“ (Markus 4,24).

Zusammengestellt von den Freiwilligen in Österreich; Foto: privat