Was für ein Tag am Samstag, 28. März 2026 in Baar! Ein Tag der Besinnung, der Einkehr, offen für alle Frauen, die mit der Spiritualität der Fokolar-Bewegung in der Zonetta Zürich in Beziehung stehen.
Es ging um gelebte Nähe, die Gemeinschaft schafft, die zum Zeugnis wird und die zu einer tiefen Beziehung mit Gott führt, wie Margaret Karam in einem Vortrag zu den ersten drei Aspekten unserer Spiritualität ausführt. Die anschließenden Erfahrungen zeigten auf, was das konkret bedeuten kann: die Öffnung des eigenen Hauses für Menschen, die gerade in Wohnungsnot sind; das Aushalten des schmerzhaften Unverständnisses, wenn Beziehungen in Brüche gehen, ohne die Betroffenen aufzugeben, sondern ihnen weiterhin mit Achtung zu begegnen; die Suche nach neuen liturgischen Formen, wenn keine Priester mehr in der Gemeinde sind. Und auch die Liebe zum verlassenen Jesus kam zur Sprache, der in jeder noch so hoffnungslosen Situation einen Weg aufzeigt und zu neuem Licht führt.
Am Nachmittag ging es in Workshops weiter. Es war nicht einfach, sich für ein Angebot zu entscheiden: gemeinsames Singen, meditativer Kreistanz, Gruppen für Gespräch und Austausch zu konkret gelebter Ökologie im Alltag oder der Frage des Aufbaus von Vertrauen und nicht zuletzt Gebet und Meditation in der Kapelle.
Die Grundmelodie jedoch durch den ganzen Tag hindurch bildete die Freude über das Wiedersehen und das Zusammensein über alle Gruppierungen und Strukturen hinweg.
Einige Stimmen beim Abschied: „Ich fahre ganz erfüllt nach Hause.“ „Ich möchte das erfahrene Licht hinaus tragen in meine Welt…“ „Ich möchte mich neu hinwenden in die „Risse“ meiner Umgebung – meiner Familie, meiner Gemeinschaft – und den Menschen neben mir nah sein, zur Heilung beitragen, zu dem, was Einheit, wahre Beziehung fördert.“



Text und Fotos von Charis Polak.