Die Konferenzschaltung am Ende der Generalversammlung hat uns einen kleinen Einblick in das Leben und Arbeiten der über 300 Teilnehmenden in drei intensiven Wochen gewährt. Hier nun die offizielle deutsche Version.

00:00 1. Eröffnung und Anreisebilder: „GV weltweit“
02:53 2. Zoomgrüße aus aller Welt: „Familie präsent“
14:28 3. Wahl der (Ko-)Präsidenten: „Lebensporträts“
28:56 4. Persönlichkeiten zur GV: „Wunden und Potenzial“
37:19 5. Mitglieder zur GV: „Gemeinsamer Rhythmus“
42:29 6. Neue Berater/innen im Generalrat: „Dienen“
45:46 7. Dankeschön an Jesús Morán: „Abschließende Treue“
51:08 8. Hinter den GV-Kulissen: „Lösungen bei gutem Essen“ 
55:20 9. Audienz Papst Leo XIV.: „Respekt statt Uniformität“
60:00 10. Roberto/Margaret (Präs.): „Umkehr u. Achtsamkeit“ 
74:53 11. Gedenken an Regisseur Marco Aleotti / Abschluss

81:25  Gesamtlänge

Margaret liest am Ende einen Ausschnitt aus dem Collegamento vom 9. November 1989 vor. Chiara sagte damals:

„Welches Wort hat der Heilige Geist unserer Bewegung als Siegel aufgedrückt, als der Himmel sie ins Leben rief und hier auf Erden mit ihrer Verwirklichung begann? Wir wissen es. Dieses Wort heißt: „Einheit“. Einheit fasst unsere gesamte  Spiritualität zusammen. Einheit mit Gott und Einheit mit den Brüdern und Schwestern. Genauer: Einheit mit den Geschwistern, um zur Einheit mit Gott zu gelangen.

Der Heilige Geist hat uns unseren ganz eigenen Weg gewiesen, ganz dem Evangelium entsprechend, um mit Gott eins zu werden, ihn zu finden… Wir suchen und wir finden ihn auf dem Weg durch den Nächsten, über die Liebe zum Nächsten. Wir finden Gott, wenn wir uns bemühen, die Einheit mit dem Bruder zu verwirklichen, mit jedem Bruder – natürlich auch mit jeder Schwester – wenn wir die Anwesenheit Jesu unter uns als Geschwister ermöglichen. 

Nur so ist auch die Einheit mit ihm gesichert; wir spüren, dass er lebendig im eigenen Herzen klopft. Und diese Einheit mit Gott drängt uns wiederum zu den Brüdern und Schwestern. Sie hilft uns, dass unsere Liebe zu ihnen nicht nur Affekt ist, nicht unzulänglich und oberflächlich, sondern von Grund auf umfassend, vollständig, tragfähig durch Opferbereitschaft und bereit, das Leben zu geben, fähig, die Einheit zu verwirklichen.

Unser Statut bezeichnet die Einheit als Grundlage von allem, als Norm aller Normen und als Regel, die vor allen anderen umgesetzt werden soll. Die Einheit ist das Wort für uns, der Fels. Nur aus diesem Wort gewinnt unser Leben Bedeutung; aus ihm bekommt alles Sinn, jede Handlung, jedes Gebet, jeder Atemzug.

Wenn wir uns auf dieses Wort konzentrieren, es so gut wie möglich leben, wird mit Gewissheit alles Bestand haben: wir und auch der Teil des Werkes, der uns anvertraut ist. In Zukunft werden vielleicht für das Werk als Ganzes oder in manchen Zonen andere Zeiten kommen als im Moment, wo wir reichlich Bestätigungen, Früchte, Licht und Feuer erfahren. Es können Zeiten des Dunkels, der Ratlosigkeit kommen, Verfolgungen und Versuchungen aller Art oder Unglücke und Katastrophen. Wenn wir jedoch fest auf dem Felsen der Einheit stehen, kann uns nichts etwas anhaben. Alles wird sich entwickeln wie vorher auch.“