
Wer dabei ist, was ansteht und wie die Vorbereitung lief. Ein Überblick zum Mitleben
Es ist so weit! Vom 1. bis 21. März findet nun endlich die Generalversammlung der Fokolar-Bewegung statt. Seit Monaten und unter großer Beteiligung weltweit vorbereitet tagt damit in Castel Gandolfo jenes Organ, das die Leitungsgremien für die nächsten fünf Jahre wählt und über Schwerpunktsetzungen berät.
Im Umbruch zwischen Gründer- und Nachgründerzeit, in dem sich die Fokolar-Bewegung nach wie vor befindet, ist das kein leichtes Unterfangen. Es braucht – wie die Zonendelegierten Uschi Schmitt und Roberto Rossi in einem Brief an alle Angehörigen der Fokolar-Bewegung in der D-A-CH-Zone schrieben – das Mitleben und –beten vieler. Die Beiträge dieser Ausgabe sollen helfen.
Wer ist dabei?
Zur Generalversammlung 2026 wurden (Stand 16.2.) 268 Teilnehmende mit Stimmrecht erwartet – 125 von ihnen nehmen aufgrund ihrer bisherigen Aufgabe teil, 143 sind von den Zweigen, Zonen und Siedlungen gewählt. Hinzu kommen 52 „Gäste“, die kein Stimmrecht haben; wie im Allgemeinen Statut vorgesehen hat Präsidentin Margaret Karram sie persönlich eingeladen – zu ihnen gehören Personen verschiedener Kirchen (wie Werner Peier) und anderer Religionen sowie andere, die wichtige Lebensbereiche in der Fokolar-Bewegung vertreten (wie Karl Wurstbauer die „Freunde“). 114 kommen aus den Zonen, 154 vom Internationalen Zentrum und den damit verbundenen Werken. Allerdings ist diese Aufteilung nach Zentrum und Zonen unvollständig, denn auch unter denen, die von den Zentren gewählt wurden, sind Personen, die in Zonen und nicht am Zentrum leben – wie Christoph Sibbel aus Oldenburg, der über das Zentrum der Freiwilligen Priester gewählt wurde. Auch von den 52 „Gästen“ kommen fast alle aus den Zonen. Insgesamt nehmen 320 Personen teil.
Was steht an?
Nach dem ersten Tag, der den Formalien gewidmet ist – wie der Entscheidung über das vorgeschlagene Programm und eine Geschäftsordnung –, stehen zunächst drei Einkehrtage auf dem Programm.
Danach werden sich die Teilnehmenden mit jenen fünf Themenbereichen befassen, die sich aus den Eingaben aus aller Welt herauskristallisiert haben:
- „Die Welt, in der wir leben“ (Soziales Engagement, Frieden, Dialog, Ökologie, Neue Technologien)
- „Kirchen: Charisma als Geschenk und Prophetie“ (Ökumene, etc.)
- „Eine Familie sein“ (Themen rund um Familien, Neue Generationen, lokale Gemeinschaften, Inklusion und Missbrauch)
- „Das Charisma heute: Licht für die Menschheit“ (Es geht um „Unser Sein“, Berufungskrise, Schulung der Angehörigen der Bewegung, …)
- „Teilhabe und Verantwortung“ (Fragen der Leitung des Werkes, zukünftige Organisation, …)
Nach den inhaltlichen Beratungen folgen die Wahlen – zunächst der Präsidentin und des Kopräsidenten (voraussichtlich am 12. März). Wenn sie vom entsprechenden Dikasterium im Vatikan bestätigt wurden (erwartet am 13. März), werden die Beraterinnen und Berater für das „Zentrum des Werkes“ gewählt. Ihre Anzahl schlägt die neugewählte Präsidentin vor.
Am Ende werden die Teilnehmenden dann noch über die vorgeschlagenen Änderungen am Allgemeinen Statut und an den Richtlinien beraten und abstimmen.
Die Generalversammlung 2026 endet am 21. März, voraussichtlich mit einer Audienz bei Papst Leo XIV.
Vorbereitungsweg
Seit Dezember sind alle Teilnehmenden schon auf einem gemeinsamen Vorbereitungsweg. In fünf Zoomschaltungen haben sie sich mit Arbeitsweisen (dem „Gespräch im Heiligen Geist“, der Haltung) sowie konkreten Hinweisen (zu Programm, Vertraulichkeitserklärung, Abläufen, …) vertraut gemacht, genauso wie mit den Vorschlägen der zu behandelnden Themen und Änderungen im Statut.
Die Gruppe aus dem D-A-CH hat sich außerdem Anfang Februar für ein Wochenende in Wien getroffen; mit dabei waren auch die gewählten „Ersatz-Personen“, für den Fall, dass jemand kurzfristig ausfallen sollte. Wie sie dieses Wochenende gelebt haben und wie sie sich auch persönlich auf die Generalversammlung vorbereitet haben, erzählen sie hier.
Wer aus dem D-A-CH fährt?
Aus der Zone sind diese Frauen und Männer dabei:
Zonendelegierte: Uschi Schmitt und Roberto Rossi
Gewählt: Elfriede Glaubitz, Lut Van Kersavond, Susanne Ganarin, Blugot Johannes Breunhölder, Christian Kewitsch, Hubert Schulze Hobeling
„Gäste“: Werner Peier (für die Christen verschiedener Kirchen), Karl Wurstbauer (für die „Freunde“)
Über das Zentrum der Freiwilligen Priester: Christoph Sibbel
Wann hört man was?
Was bei der Generalversammlung besprochen wird, unterliegt bis zu einem gewissen Grad der Verschwiegenheit. Das gilt insbesondere auch für die Wahlen. Deshalb wird es während der Generalversammlung keine Nachrichten von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern geben. Allerdings sind offizielle Pressemeldungen – insbesondere nach den Wahlen – zu erwarten. Auf mariapoli.net werden sie dann jeweils veröffentlicht.
Das Collegamento CH am 22. März berichtet ausführlich und am 18. April erzählen die Teilnehmenden aus D-A-CH bei einer Zoomschaltung (s. dazu hier mehr).
Ein Beitrag von Gabi Ballweg, veröffentlicht im gedruckten „mariapoli – Nachrichten der Fokolar-Bewegung“ 2/2026; Fotos: ©CSCAudiovisivi