Die Verantwortlichen der Geistlichen Gemeinschaften in der Berliner Diözese sind im Fokolar zu einem Austausch und zur Planung einer gemeinsamen Veranstaltung zusammengekommen.

Dreimal im Jahr versammeln sich zu einem vereinbarten Abend die Verantwortlichen der Geistlichen Gemeinschaften in der Erzdiözese Berlin an einem ihrer Standorte. Zum Auftakt im neuen Jahr sind am Donnerstag, 29. Januar, die Vertreter aus 12 Gemeinschaften im Fokolar zusammengekommen: Charismatische Erneuerung, Chemin Neuf, Cursillo, Emmanuel, Fazenda da Esperança, Fokolare, Marriage Encounter, Monte Crucis, Neokatechumenaler Weg, Pain de Vie, Pallotiner-Gemeinschaft, Sant’Egidio. Teilgenommen hat auch der Diözesanbeauftrage für die Geistlichen Gemeinschaften, Prälat Dr. Dybowski.

Zu Beginn wurde von der gastgebenden Gemeinschaft, somit vom Fokolar, ein geistlicher Impuls eingebracht.
Aus der Ansprache von Johannes Paul II an die Geistlichen Gemeinschaften auf dem Petersplatz an Pfingsten 1998 zitierte Paul Heitmann u. a.: „In unserer Welt, die oft von einer säkularisierten Kultur geprägt ist, besteht ein großer Bedarf an lebendigen christlichen Gemeinschaften. Sie sind die Antwort, die der Heilige Geist auf die große Herausforderung unserer Zeit gegeben hat.“
Manuela Link erläuterte in einer Betrachtung den wohl meistverbreiteten Aspekt unserer Spiritualität: das Wort des Lebens. In Anlehnung an einen Vortrag von Emmaus wurde deutlich, dass „die Worte des Evangeliums an unserem alltäglichen Leben ablesbar sein sollten“, und sie schloss mit einem Gedanken von Chiara: „Was bleibt und immer bleiben wird, ist das Evangelium.“

Während dieser Beiträge entstand eine aussergewöhnlich tiefe, dichte Atmoshäre, die auch den anschliessenden Austausch in kleineren Gruppen prägte.

Nach einem reichhaltigen, allseits geschätzten Buffet teilten die Verantwortlichen der Gemeinschaften in beeindruckender Offenheit ihre derzeitige Situation, was sie bewegt, wo sie mit Herausforderungen konfrontiert sind und was ihnen gelungen ist.
Abschliessend einigte man sich darauf, Anfang September d. J. für Mitglieder, Freunde und Interessierte aller Gemeinschaften einen Abend in der Berliner Kathedrale mit Erfahrungsberichten und Gebeten zu veranstalten.
Beim Abschied haben sich viele für den schönen, tiefgehenden und von Freude gezeichneten Abend bedankt.

Text und Fotos: Dirk M. Kennis