
Annemarie Simona Seeberger (4.7.1939 – 14.11.2025)
Mit ihren fünf Geschwistern verbrachte Annemarie eine glückliche Kindheit auf dem Bauernhof der Eltern. Die verstanden es, den Kindern ihren lebendigen christlichen Glauben und ihre besondere Liebe für Bruder Klaus ins Herz zu legen.
Mit 18 begann Annemarie, in der Missione Cattolica Italiana in Zürich zu arbeiten. Um die italienischen Sprachkenntnisse zu verbessern, reiste sie zwei Monate durch Italien und lernte die Fokolar-Bewegung, die Spiritualität der Einheit und Chiara Lubich kennen: „Das Feuer der Liebe Gottes sprang auf mich über.“ Im Kontakt mit dem Fokolar Köln, besonders mit Vale Ronchetti, und durch Begegnungen mit dem in Zürich angekommenen Männerfokolar, „wurde der Wunsch meiner Jugendzeit, so radikal wie die Heiligen zu leben, neu wach“.
In der Fokolar-Bewegung war sie mit dem Namen Simona bekannt; Chiara erinnerte damit an ihre Leidenschaft im Leben für die Kirche.
Im Sommer 1961 verspürte Simona den Ruf Gottes ins Fokolar. Die ersten vier Jahre war sie in Zürich, ab 1970 in Genf. 1976 kam sie nach Baar. 37 Jahre hat sie dort dem Bildungszentrum der Fokolar-Bewegung einen unauslöschlichen Stempel gegeben mit ihrem unermüdlichen Einsatz und den Kontakten, die sie knüpfte. Mit ihrem Lächeln, fröhlicher und zugleich ruhiger Ausstrahlung, aber auch organisatorischem Talent empfing Simona in all den Jahren Groß und Klein. Ihre Beharrlichkeit und Liebe zu Jesus haben ihr geholfen, aus jeder Schwierigkeit ein Sprungbrett zu machen. Wie viele Male hat sich ihr Leitmotiv aus dem Evangelium in den Situationen des Alltags bewahrheitet: „Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er es euch geben“ (Johannes 16,23). Ihr Vertrauen in die göttliche Vorsehung war beeindruckend!
Die nächste Etappe führte Annemarie 2013 nach Bern, wo sie die Gnade spürte, „noch einmal das Abenteuer unseres Lebens von vorne zu beginnen“. Für unsere Fokolar-Gemeinschaft war sie ein großes Geschenk: ein Vorbild der Treue und des unermüdlichen Einsatzes für ihre Nächsten.
Eine Jugendliche schrieb: „Simona bleibt in meinem Herzen. Ihr Leben für das Ideal der Einheit ist ein großes Geschenk. Möge sie wissen, wieviel Liebe sie in die Welt gebracht hat, die sich vermehrt und weiterlebt. Danke für ihr wunderschönes Wesen, das Inspiration ausstrahlt.“
Zusammengestellt vom Fokolar Bern; Foto: privat