
Magdalena Maria Elisabeth Lösch (21.7.1931 – 25.4.2025)
Als jüngste mit vier deutlich älteren Geschwistern herrschte während ihrer gesamten Schulzeit Krieg. Die Familie war ausgebombt, die Stadt Mannheim zerstört. Nach der Schulentlassung nahm Magdalena zur Unterstützung des Familienbudgets eine Bürotätigkeit an. Dort lernte sie ihren künftigen Ehemann Joseph kennen.1951 heirateten die beiden und bekamen zwei Töchter, denen sie eine liebevolle, fürsorgliche Mutter war.
Magdalena hatte immer ein gastfreundliches Haus, ein offenes Ohr und ein weites Herz für ihre Mitmenschen. Zur großen Verwandtschaft gab es einen großen Freundeskreis. Wegen ihrer bescheidenen, einfühlsamen, hilfsbereiten und liebevollen Art wurde sie wertgeschätzt.
Durch ihre Töchter lernte sie die Fokolar-Bewegung kennen und wurde Freiwillige. Ihr Kernkreis traf sich meist bei ihr zu Hause, über Jahrzehnte lebten sie ein intensives Miteinander und begleiteten sich gegenseitig auch in schwierigen Lebensphasen.
Da die ältere Tochter im Fokolar lebte, kümmerte sich die jüngere samt Schwiegersohn und Enkeln um die älter werdenden Eltern. Alle standen Magdalena bei, als nach 52 Ehejahren ihr Mann verstarb. Auch da war der Kernkreis eine große Unterstützung.
Bis zu ihrem 82. Lebensjahr lebte sie in Mannheim. Als ihre Gesundheit schlechter wurde, entschied sie sich schweren Herzens, Mannheim zu verlassen. Sie zog in die Nähe der Familie der Tochter nach Aalen, das sie von vielen Besuchen bereits kannte. Erstaunlich rasch schaffte sie es, dort neue Beziehungen zu knüpfen, und fühlte sich bald in der Seniorenwohnanlage wohl, auch wenn immer ein bisschen Heimweh blieb. Magdalena nahm an den Angeboten teil, solange das möglich war. Im November 2022 ging es ihr gesundheitlich plötzlich sehr schlecht. Sie brauchte Pflege. Da die ältere Tochter inzwischen im Ruhestand war, wurde sie vom Fokolar für die Pflege der Mutter freigestellt. So wurde Magdalena von beiden Töchtern zu Hause versorgt. Beide standen an ihrer Seite, als Gott sie mit fast 94 Jahren heimgerufen hat. Ihr ganzes Leben war geprägt von einem starken Glauben, tiefem Gottvertrauen und einer großen Liebe zur Muttergottes.
Ein Beitrag von Beate Dietrich, gekürzt von Gabi Ballweg; Foto: privat